22.12.2019 - 15:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Clones of Rock: Soundlawinen, Dudelsack und Kanonendonner

Clones of Rock begeistern 1500 Hard-Rock-Fans in der ausverkauften Weidener Mehrzweckhalle.

von Helmut KunzProfil

Vier Denkmäler, eine Mission: Nämlich das tolle Gefühl erwecken, Rocklegenden nach Weiden zu holen. Wer könnte sich dieser Aufgabe besser stellen, als das "Clones of Rock"-Team, das allweihnachtlich die angesagtesten Hard-Rock-Tribute-Bands in der Mehrzweckhalle antanzen lässt. Immer dabei: Die Lokalmatadoren von AC/DX. Die 1500 Zuschauer werden denn auch Zeugen eines siebenstündigen Spektakels.

Funkeln auf der Bühne, mal honiggelb, mal blau mal rot. Feuerfontänen, Donnerschläge, ein wildgewordener Gefangener in Sträflingsketten und eine dralle Lady, die alle betört: Es ist ein Riesen-Happening, das den Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die jeweilige Auftrittszeit der Bands klammert sich ans Line-up. Die Auftaktband darf eine Stunde auf der Bühne bleiben. Das steigert sich im Viertelstundentakt.

Den Anfang macht die Combo "New Jersey". Die Bon-Jovi-Clone aus Hessen hat zwar als Opener den härtesten Job, kann aber den Vorteil nutzen, dass Bon Jovi heuer durch Europa tourt und noch in aller Munde ist. "New Jersey", benannt nach Jon Bon Jovis Heimatstadt, begeistert mit markanten Gitarrenriffs und treibenden Grooves. Sie bringt Knaller wie "Bad Medicine", "Livin' on a Prayer" und wunderschöne Balladen wie "Always" und "Bed of Roses".

Der Umbau geht jedes Mal flott vonstatten. Jeder Handgriff sitzt. Die Drumsets werden wie Baukastensysteme auf die Bühne geschoben. War Jon Bon Jovi schon ein heißer Feger: Der hopsende Axel Rose-Verschnitt toppt ihn. "Welcome to the Jungle". Das ist der blanke Wahnsinn, was da auf der Stage abgeht. Die Italiener covern mit Lautstärke den Paul McCartney-Klassiker "Live and let Die", wummern "November Rain" und klopfen "On Heavens Door" und beenden ihr Set mit "Paradise City".

Für die "High Voltage"-Band "AC/DX" ist's wieder einmal ein Heimspiel. Los geht's mit Dudelsackmusik, dann gibt's nur noch phonstarkes Dauerfeuer auf die Ohren. "Rosie", "Hells Bells", "Rock'n'Roll Train", "TNT" und natürlich "Highway to Hell". Stichflammen, Shouts und Kanonendonner. In den ersten Reihen: Süße Teufelinnen mit Blinkhörnern. Da kommt nicht nur die Band ins Schwitzen.

Den Schlusspunkt setzt die italienische "Metallica"-Tribute-Band "SAD" mit einer ohrenbetäubenden, wummernden und Drum-lastigen Soundlawine. Clone der erfolgreichsten Metal Band überhaupt. Seit Jahren thronen die Kalifornier - die Echten - mit 110 Millionen verkaufter Tonträger ganz oben im Rock Olymp. Aber auch in Weiden: Voll aufgedrehte Verstärker. Ein ohrenbetäubender Lärm. Also nichts für Sensibelchen.

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