"Schön, dass ihr noch da seid", grüßte Colbinger seine Gäste am Freitagabend zur Halbzeit seines Konzerts im Biergarten des Kulturbahnhofs Parapluie. Kaum hatte er Platz genommen, war die Nähe da. Er redete viel und sang. Später Kommende wurden persönlich begrüßt und befragt. Mit Gitarre, Hocker und seiner markanten Stimme hatte der Singer-Songwriter die diesjährige "Biergarten Live-Stage" unter freiem Himmel eröffnet.
Zwischen Folk, Rock und Blues spannte er den Bogen vom Alltäglichen zu den großen Fragen des Lebens. Seine Lieder erzählten von Haltung, Freiheit, Wandel und Menschsein. Über dem Biergarten lag an diesem milden Abend Lagerfeuerromantik: flackerndes Feuer, aufmerksame Zuhörer, ruhige, vielsagende Songs.
Immer wieder plauderte Colbinger aus dem Leben, suchte den direkten Kontakt und streute kleine Gedanken ein. Aphorismen liebt er, rund 600 hat er inzwischen gesammelt. Einer davon blieb hängen: "Lerne ein Instrument, egal wie schlecht du spielst, achte bei deinem Nachbarn, wie es wirkt." Magst du ihn nicht: "Kauf deinem Kind ein Schlagzeug oder eine Trompete. Eine Geige tut's auch." Das Publikum lachte. Und hörte weiter aufmerksam zu.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.