05.05.2021 - 18:26 Uhr
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Corona-Kommunikation schlimmer als Mathe

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Bei vielen Menschen multipliziert sich aktuell eher die Verwirrung und zwar hoch zwei. Die Kommunikation rund um die Corona-Regelungen ist schlimmer und verwirrender als der Mathe-Unterricht in der Schule.

Im Moment gibt es zu viele verschiedene Auslegungen der Corona-Regeln - verwirrender als jeder Mathe-Unterricht.
von Sebastian Böhm Kontakt Profil
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Wenn in Bayern fünf Tage lang der Inzidenzwert stabil unter 100 liegt, wird nach einem Zwei-Tage-Puffer, also quasi nach sieben Tagen, gelockert. Im Freistaat wird der Sonntag mitgezählt, im Bund aber abgezogen. Kapiert? Also, bei vielen Menschen multipliziert sich eher die Verwirrung und zwar mal zwei. Die Kommunikation rund um die Corona-Regelungen ist schlimmer und verwirrender als der Mathe-Unterricht in der Schule.

Beim Rechenweg sind sich alle Ministerpräsidenten noch einig, aber irgendwie kommen am Ende trotzdem alle zu einem anderen Ergebnis. Das Problem ist auch: Man würde gerne bei anderen Bürgern abschauen, erkundigt sich und fragt nach. Was ist denn eigentlich aktuell erlaubt? Doch die Verwirrung ist bei vielen schon längst perfekt. Keiner kann mehr Nachhilfe geben. Es gibt zu viele Formeln und die Länderchefs können den Stoff nicht mehr vermitteln.

Die Kommunikation ist bei Corona aber die Erfolgsformel. Nur wenn sich viele an Maßnahmen halten, können die Infektionszahlen sinken, der R-Wert abnehmen und die Mediziner durchatmen. Im Moment gibt es aber zu viele verschiedene Auslegungen der Regeln und zu wenige erklärende Vorträge. Das muss besser werden, sonst bleiben wir alle noch länger in dieser Pandemie sitzen.

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