26.04.2021 - 15:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Corona in Weiden und dem Kreis Neustadt: Ein ganzes Jahr in Zahlen

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Wie ist die Coronapandemie in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN verlaufen? In welcher Altersgruppe gab es die meisten Infizierten? Welche Orte waren am stärksten betroffen? Ein Jahr in Zahlen.

1 Jahr Coronapandemie in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN: Das Gesundheitsamt Neustadt-Weiden hat Oberpfalz-Medien Statistiken zum Verlauf der Pandemie zur Verfügung gestellt.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Hinter all den folgenden Werten verbergen sich persönliche Schicksale, die man in Zahlen nicht abbilden kann. Trotzdem lohnt der Blick auf das nüchterne Zahlenwerk, weil es ein ganzes Jahr abdeckt und dadurch Informationen sichtbar werden, die in Tages- oder Wochen-Auswertungen unsichtbar bleiben.

Das Gesundheitsamt Neustadt-Weiden hat die Rohdaten über ein Jahr Pandemie, die die Basis für die folgenden Grafiken sind, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien datenschutzkonform zusammengestellt.

  • Erste Infektion: Am 10. März 2020 wurde die erste Infektion mit Covid-19 bei einer Weidenerin nachgewiesen. Am 17. März folgte der erste Nachweis im Landkreis bei einem Mann. Beide waren Mitte/Ende 40.
  • Sommerloch: Nach den ersten Infektionen gab es erst im Juni wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz in Stadt und/oder Kreis von null – zuletzt am 20. August 2020.
  • Höchststand: Am 21. Dezember gipfelte die zweite Welle im Kreis in einer Sieben-Tage-Inzidenz von 297. Einen Tag später erreichte Weiden den höchsten Wert: 348. Auch deutschlandweit war in diesen Tagen der Höchststand an Neuinfektionen erreicht.

So verlief die Pandemie in Weiden und dem Kreis Neustadt/WN

(Falls Sie mobil lesen und die Grafik zu klein ist: Diese Grafik im Vollbild anzeigen (neues Fenster))

  • Zick-Zack: Das Zick-Zack-Muster im Verlauf im Verlauf vor allem während des Winters ergibt sich aus den Sieben-Tage-Inzidenzen: Nach sieben Tagen fallen die ältesten Neuinfektionen aus der Statistik heraus, die Kurve fällt ab.
  • Infektionsschutz: Welchen Einfluss die in der Grafik genannten überregionalen Maßnahmen auf den regionalen Verlauf hatten, kann die Statistik nicht darlegen. Sie dienen lediglich als Erklärungsversuch.

Wie alt waren die meisten Infizierten?

  • Altersgruppen: Wie die Grafik zeigt, waren alle Altersgruppen vom Virus betroffen. Die meisten Infizierten in Weiden und dem Kreis Neustadt/WN waren zwischen 50 und 59 Jahre alt. Die jüngsten waren unter einem Jahr alt, die älteste Person 102.
  • Sterblichkeit: Über die Sterblichkeit nach Altersgruppen, die vor allem zu Beginn der Pandemie und zum Start der Impfungen im Fokus stand, sagt diese Grafik nichts aus. In dieser Hinsicht am meisten gefährdet waren bekanntlich die Ältesten, die deshalb bei den Impfungen mit der höchsten Priorität berücksichtigt wurden.
  • Jüngere Infizierte: Dass sich aber auch sehr viele wesentlich jüngere Menschen infiziert haben, dürfte vor allem im Hinblick auf mögliche Langzeitfolgen von Corona-Infektionen Bedeutung haben. Stark betroffen war, wie die obige Grafik zeigt, neben den 50- bis 59-Jährigen auch die Gruppe der 20- bis 49-Jährigen.

Mehr weibliche Infizierte als männliche

  • 53 % weiblich: Wie die obige Grafik zeigt, gab es in Weiden und dem Kreis Neustadt/WN etwas mehr weibliche Infizierte als männliche.
  • Alter und Geschlecht: Im Hinblick auf Alter und Geschlecht lässt sich sagen: Je älter, desto weiblicher waren die Infizierten in der Region. Die folgende Grafik zeigt dies eindrücklich. Grund für diese Verschiebung ist vermutlich, dass es generell mehr Frauen als Männer mit hohem Alter gibt.

Welche Orte waren am stärksten betroffen?

  • Gesamt-Inzidenz: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl und gemessen an der Gesamt-Inzidenz war Eslarn am stärksten betroffen, gefolgt von Windischeschenbach, Luhe-Wildenau, Pleystein, Neustadt/WN und Leuchtenberg.
  • Absolute Fallzahlen: Die absoluten Fallzahlen waren erwartungsgemäß in den Orten am höchsten, die die meisten Einwohner haben: Weiden, Vohenstrauß, Neustadt/WN, Windischeschenbach, Grafenwöhr und Altenstadt/WN.

Berufe und Ansteckungsursachen nicht bekannt

Weitere Informationen, die zusätzlich interessant wären – wie betroffene Berufsgruppen, Infektionsquellen und Wohnsituation der Infizierten – kann das Gesundheitsamt nicht statistisch aufbereiten oder es ermittelte diese nicht.

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