07.01.2020 - 10:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dekan Slenczka: "Ich werde die Menschen in Weiden vermissen"

Der bisherige Weidener Dekan Wenrich Slenczka (55) wird Dekan in Würzburg. Er folgt auf Edda Weise, die Vorsteherin des Diakoniewerks "Pfeiffersche Stiftungen" in Magdeburg wird. Im Interview erzählt er, was er an Weiden vermissen wird.

Dekan Wenrich Slenczka predigt an Heiligabend in St. Michael.
von Agentur EPDProfil

Der promovierte Theologe Slenczka wird seine neue Aufgabe wohl ab Mai übernehmen. Zum Dekanat Würzburg gehören rund 60.000 Evangelische in 41 Gemeinden. Worauf er sich freut und wo er die größten Herausforderungen an seiner neuen Wirkungsstätte sieht, erläuterte der Pfarrer dem Evangelischen Pressedienst.

ONETZ: Herr Slenczka, was hat Sie daran gereizt, sich als Dekan in Würzburg zu bewerben?

Wenrich Slenczka: Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Würzburg ist eine große Stadt mit einem ganz anderen Umfeld – gerade auch aus evangelischer Perspektive. Das Dekanat Weiden ist zwar kleiner, was die Zahl evangelischer Christen angeht, es ist dafür räumlich größer. Meine gut zehn Jahre Leitungserfahrung als Dekan in der Oberpfalz werden mir in Würzburg hoffentlich eine Hilfe sein. Oder auch anders gesagt: Ohne Vorerfahrung als Dekan wäre es sicherlich schwerer.

ONETZ: Sie sprechen von neuer Herausforderung. Worin wird die für Sie konkret liegen, glauben Sie?

Wenrich Slenczka: Eine Herausforderung ist die große Vielfalt an Aufgaben und die Situation so kurz vor der neuen Landesstellenplanung. Zunächst möchte ich die Menschen im Dekanat Würzburg kennenlernen – und sehen, wo man mich gleich braucht und wofür ich mir etwas mehr Zeit lassen kann. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Evangelische Dag-Hammarskjöld-Gymnasium und das Diakonische Werk, das in etwa doppelt so groß ist wie die Diakonie in Weiden. Die Diakonie ist unser Aushängeschild als evangelische Kirche in der Gesellschaft.

ONETZ: Haben Sie persönliche Anknüpfungspunkte in Unterfranken – und was werden Sie an Weiden vermissen?

Wenrich Slenczka: Ich werde natürlich vor allem die Menschen in Weiden vermissen – und die vielen alten Kirchen im Dekanat. In den meisten unserer Dekanatsgemeinden gibt es eine ununterbrochene evangelische Geschichte seit der Reformation. Anknüpfungspunkte in Würzburg und Unterfranken habe ich nicht, hatte ich an meinen bisherigen Stellen aber auch noch nie. Ich bin sozusagen ein "Beutebayer": Ich bin erst im vorletzten Schuljahr hierher gekommen und dann gerne geblieben.

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