29.06.2018 - 17:39 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Denkmalmedaille für WGS

Die Stadtbau-Tochter hat sich um den Erhalt eines Weidener Kleinods verdient gemacht. Dafür gibt es eine Auszeichnung.

Kunstministerin Marion Kiechle überreicht die Denkmalschutzmedaille 2018 an Günther Kamm.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Ausbesserungswerkes (AW) demonstriert mit seinem Erscheinungsbild nach der Instandsetzung wieder die einstige Bedeutung der Eisenbahn für Weiden, würdigt Kunstministerin Marion Kiechle die sensibel durchgeführte Sanierung des alten Backstein-Baus. Mit der Einrichtung von Büros habe die WGS, Tochter der SGW-Stadtbau, eine zeitgemäße Nutzung gefunden, die sich gut mit dem Denkmal verträgt. "Das Projekt ist ein Vorbild für die Erhaltung und Nutzung großer historischer Industrie- und Verwaltungsgebäude."

Mit dem Anschluss Weidens an das Eisenbahnnetz 1863 wandelte sich die Stadt. Zu seiner Hochzeit maß das Ausbesserungswerk mehr als 57 000 Quadratmeter. Heute ist das AW-Verwaltungsgebäude eines der letzten Relikte dieses Werkes, das an diese stadtgeschichtlich prägende Epoche erinnert. Um den langgestreckten Baukörper aus dem Jahr 1896 stand es lange schlecht - ein Abbruch schien unausweichlich. Doch dann fanden sich mit der WGS-Stadtentwicklung Weiden unter der Leitung von Günther Kamm und SGW-Architekt Robert Sparrer zwei engagierte Retter, die sich des Baudenkmals annahmen.

Frühzeitig nahmen sie Kontakt mit der Denkmalpflege auf; Untersuchungsergebnisse zu Statik und Baugeschichte flossen in das Nutzungskonzept von Architekt Armin Juretzka ein. In zwei Bauabschnitten wurde das Verwaltungsgebäude instand gesetzt, einschließlich einer energetischen und einer brandschutztechnischen Ertüchtigung. Die rote Backsteinfassade mit ihren Zierelementen aus gelbem Sandstein hat sich seit ihrer Erbauung kaum verändert.

Für ihre Verdienste um die Erhaltung des Anwesens wurde die WGS, vertreten durch Günther Kamm, am Donnerstag mit der Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet.


Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.