Im Jahr 2018 kam Mehrab Zarei als Flüchtling nach Deutschland. Der 36-jährige Iraner hat seitdem in Bayern eine Ausbildung und ein Studium abgeschlossen. Am Sonntag, 15. Februar, führt Dekan Thomas Guba ihn um 9.30 Uhr in der Weidener Michaelskirche als Diakon in Weiden ein. Hier ist Mehrab Zarei als Integrationslotse bei der Diakonie Oberpfalz Mitte-Nord tätig.
Als Integrationslotse sei Mehrab Zarei eine Idealbesetzung, heißt es in einer Mitteilung des Dekanats. "Denn durch seine eigenen Erfahrungen kann er viele Fragen bestens nachvollziehen, die die Menschen bewegen, wenn sie ins Weidener Integrationsbüro kommen." Dieses befindet sich seit einiger Zeit im Erdgeschoss des Alten Rathauses, wo er gemeinsam mit seiner Kollegin Stefanie Wildenrother Migrantinnen und Migranten berät und Projekte organisiert wie die neue Männergruppe oder Schulungen für die Ehrenamtlichen.
Beim Freiwilligen-Portal
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehöre das Freiwilligen-Portal: Er vermittelt Geflüchtete oder andere Menschen mit Migrationshintergrund in ehrenamtliche Tätigkeiten, zum Beispiel bei Vereinen. So können diese Kontakte knüpfen, ihre Deutschkenntnisse verbessern und sich schneller ins Stadtleben integrieren.
Dass Mehrab Zarei heute einen kirchlichen Arbeitgeber hat, ist kein Zufall. Schon im Iran lebte er als Christ, wenn auch heimlich und ungetauft. Seine Glaubensüberzeugung war schließlich auch der Grund, warum er 2018 seiner Heimat den Rücken kehren musste. Dabei hatte er beruflich bereits einiges erreicht, in Organisationsentwicklung promoviert und zwischenzeitlich in Indien gearbeitet.
Kurz nach seiner Ankunft in Deutschland nahm er in Bamberg Kontakt auf zur evangelischen Gemeinde der Erlöserkirche. Hier fand er Ansprechpersonen, die ihn unterstützten und ihm Wege für seine Zukunft eröffneten. „Die Kirche hat mir viel geholfen“, erzählt er. Ein wichtiger Schritt war für ihn eine kaufmännische Ausbildung, die er im evangelischen Kirchengemeindeamt und beim Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim absolvierte. Nebenbei engagierte er sich in der Kirchengemeinde und in einer Flüchtlingsinitiative. Der Kontakt zum damaligen Bamberger Jugenddiakon Benjamin Lulla, heute Dekanatsjugendreferent in Sulzbach-Rosenberg, gab dann den Anstoß für eine berufliche Neuausrichtung.
Bachelorarbeit "Kirchenasyl"
„Jesus Christus steht im Zentrum meines Lebens. Ich wollte seine Liebe zu uns Menschen weitergeben, Nächstenliebe auch als Beruf praktizieren“, begründet Mehrab Zarei seinen Entschluss, ein Studium der Diakonik in Rummelsberg und an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg zu beginnen. In seiner Bachelorarbeit setzte er sich mit dem Kirchenasyl auseinander, einem Thema, dem er in seiner Zeit in der Flüchtlingsarbeit in Bamberg immer wieder begegnet war. Im vergangenen Oktober wurde er schließlich in die Rummelsberger Diakonengemeinschaft eingesegnet.
„Kirche sollte für die Menschen da sein, egal welche Hautfarbe und welche Nationalität sie haben.“ Diese Motivation leitet Mehrab Zarei bei seiner Arbeit als Integrationslotse. Am 15. Februar wird er nun offiziell als Diakon in Weiden eingeführt.
Diese Meldung basiert auf Informationen der Diakonie und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.













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