11.04.2019 - 19:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dienstleistungsgesellschaft schon gegründet

Angeblich gibt es das umstrittene Tochterunternehmen der Kliniken Nordoberpfalz AG bereits seit dem 1. April. Aber die Dienstleistungsgesellschaft für Wirtschaftsbetriebe ist noch nicht aktiv.

Wer im Klinikum putzt, sich um die Betten kümmert oder kocht, soll künftig bei einem Tochterunternehmen der Kliniken AG angestellt werden. Davon versprechen sich der Aufsichtsrat und die Klinikleitung Kosteneinsparungen. Die neue Dienstleistungsgesellschaft soll bereits zum 1. April gegründet worden sein.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Einer der besonders strittigen Punkte des Zukunftskonzepts 2020 der Kliniken Nordoberpfalz ist eine Dienstleistungsgesellschaft für Wirtschaftsbetriebe. Deren neue Mitarbeiter, die zum Beispiel in der Küche, in der Reinigung oder in der Bettenzentrale ihre Arbeit tun, sollen dann nicht mehr nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes, sondern kostengünstiger eingestellt werden. Einen Beschluss darüber hat der Aufsichtsrat bereits in seiner Klausurtagung Anfang Februar gefasst. Und nach Informationen von Oberpfalz-Medien ist das Tochterunternehmen bereits zum 1. April gegründet worden. Es sei nur noch nicht aktiv. So sollen dem Vernehmen nach 20 Beschäftigte, die befristet nach TvÖD arbeiten, zu den alten Bedingungen in die neue Gesellschaft übernommen werden. Unbefristet. Nur in vier anderen Fällen soll das Arbeitsverhältnis beendet werden.

Ansonsten steht beim Zukunftskonzept besonders der Standort Waldsassen im Mittelpunkt. Neben der Umwandlung in ein Gesundheitszentrum arbeitet die Klinikleitung auch an einem Konzept für eine erweiterte ambulante Versorgung. Mit 15 bis 20 Betten würde es Patienten damit ermöglicht, für wenige Tage stationär in Waldsassen behandelt zu werden. Allerdings fehlt hierfür noch eine juristische Grundlage. Schließlich ist laut Pressemitteilung ein weiteres Ziel, die orthopädische Rehabilitation in Waldsassen langfristig zu erhalten. Hierzu gibt es Gespräche mit den Rentenversicherungsträgern. Damit ein Versorgungsvertrag abgeschlossen werden kann, müssen zunächst deren Strukturanforderungen erfüllt werden. Bis Ende Mai soll die Frage geklärt sein.

Für den 24. April sind Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat der Kliniken AG geplant. Das Zukunftskonzept soll ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. Dazu Götz in der Mitteilung: "Es ist unser erklärtes Ziel, unsere gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten."

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Kommentare

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Stefan Kreuzeck

Dass sich die Entscheider nicht schämen und noch im Spiegel betrachten können!
Hier werden wieder die kleinsten Lichter für das Versagen an anderer Stelle bestraft.
Es ist wahrlich traurig und man kann nur mit dem Kopf schütteln.

11.04.2019