17.02.2020 - 14:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

D'Lustigen Konrader: Amateurtheater ist Heimat

In der Jahreshauptversammlung ziehen die Laientheaterspieler zufrieden Bilanz udn sinnieren über den traditionellen Wert ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Begonnen haben bereits die Vorbereitungen für die 50-Jahr-Feier.

Die Geehrten und neugewählten Ausschussmitglieder der Lustigen Konrader mit den Ehrengästen.
von Helmut KunzProfil

Was Heimat ist, lasse sich schwer beschreiben, sagte Vorsitzender Heiner Balk in der Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum St. Markus. „Welche Rolle dabei der Dialekt spielt, noch weniger.“ Für die einen transportiere er Emotionen, sei er die Sprache des Herzens und damit ein Stück Identität und Ausdruck von Zugehörigkeit. Für andere sei er ein Relikt der Vergangenheit, ein Makel und Grund für Ausgrenzung.

Ministerpräsident Markus Söder beschreibe das Mundarttheater als Bekenntnis zur Heimat und als variantenreiches Mittel des künstlerischen Ausdrucks. Amateurtheatergruppen seien für ihn Träger der Kulturpflege. Sie leisteten einen wertvollen Beitrag. „Und hier wird ehrenamtlich gearbeitet“, sagte Balk. Und zwar von Menschen aus der Region. Amateurtheater spreche alle Menschen an, egal welchen Hintergrund oder Bildungsabschluss sie hätten. „Heimat ist Amateurtheater und Amateurtheater ist Heimat.“

In seinem Jahresrückblick spannte der Vorsitzende den Bogen von der Pflege der Patenschaft mit der Theatergruppe in Weiden am See, dem Besuch des Bergg’moi Theaters in Muglhof bis zum Festzug beim Frühlingsfest. Ein Riesenerfolg sei „Nonstop Nonnen“ gewesen.

Fundus aufgelöst

Kräftig unterstützt worden sei die Crowdfunding-Aktion „Headsets für Kindertheater“, die erfolgreich war. Auch im neuen Lager auf dem Mitras-Gelände sei gearbeitet worden. Dort habe man die restlichen Malerarbeiten getätigt. Der Kleiderfundus wurde größtenteils aufgelöst, die von Motten befallenen Kleidungsstücke entsorgt. Bis Ende Mai müsse das Dachgeschoss an der Salzbrücke geräumt sein.

Premiere am 25. April

Für den 27. Juni sei eine Fahrt zu den Passionsspielen in Oberammergau geplant, unterstrich Balk. Da die Lustigen Konrader in zwei Jahren ihr 50-jähriges Jubiläum feiern, werde ein Festausschuss gegründet. Am 25. April startet die neue Theatersaison. Das Stück heißt „Ein Traum von Hochzeit“. Premiere ist im Pfarrheim St. Johannes. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß versprach, dass sich die kulturtragenden Vereine auf die Stadt verlassen könnten. Als Ehrenmitglied ließ er zwölf Jahre Theater Revue passieren. „Ihr seid ein Laienspiel- und Mundarttheater der besonderen Qualität.“ Dekan Johannes Lukas leiste tolle Arbeit, so der OB. Er verstehe es, „seine Kirche“ in das gesellschaftliche Leben einzubinden.

Die Neuwahlen der Ausschüsse brachten folgendes Ergebnis: Theater Sonja Balk und Katharina Peter, Jugend Elisabeth Lang und Florian Lang, Bühnenbau Harald Helgert und Markus Suttner, Technik Jürgen Schraml und Hans Schraml, Öffentlichkeitsarbeit Rita Dineiger, Franziska Birkner und Werner Krapf, Maske und Requisite Inge Walter, Vergnügen Alexandra Lukas und Robert Stahl, Revisoren Barbara Reichl und Robert Stahl.

Für 40-jährige Treue wurden Barbara Reichl, Maria Schmidkonz und Elisabeth Smith geehrt. Für 25 Jahre Heidi Landgraf, Margot Wiedemeyer, Maria Helgert und Andrea Kiefer. Für zehn Jahre Jasmin König, Saskia König, Lea Neudecker und Christoph Lukas.

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