Ende April könnte im Storchenhorst in Weiden Nachwuchs schlüpfen. Das erste Ei wurde vor über einer Woche gelegt. Am Dienstag, 31. März, gab die Storchen-Webcam der Stadt den Blick auf mindestens drei Eier preis. Das Elternpaar wechselt sich schon seit Tagen beim Brüten ab. Der Schlupf erfolgt etwa 32 bis 33 Tage nach der ersten Eiablage, in der Regel im Abstand von zwei bis drei Tagen.
Über die frohe Botschaft freut sich auch Helga Bradatsch, die seit vielen Jahren die Entwicklung der Störche von Weiden begleitet. Ein Gelege mit drei Eiern genüge ihrer Meinung nach völlig, damit alle überleben können. „Ein viertes Jungtier ist meistens zu viel und kommt oft nicht durch“, sagt die Expertin des Landesbunds für Vogelschutz. Im vergangenen Jahr sei es ähnlich gewesen. Am Ende überlebten von den verbliebenen drei Jungtieren nur zwei.
Sie habe Respekt vor den Tieren, die dem Oberpfälzer Wetter zwischen Schneegraupel und Sonne trotzen. "Gerade ist es ja richtig grausig. Die Nächte sind verflixt kalt." Aber es müsse sich niemand Sorgen machen, dass die Tiere Schaden nehmen. Sie seien zäh und kämen auch gut mit Minusgraden klar. Auch Regen hielten sie aus. Der perle am dichten Gefieder ab. Futter finden die Störche im Moment genügend. „Ihre Hauptnahrung sind Mäuse, und die sind jetzt im Frühling auch aktiv“, weiß Bradatsch.
Störche seien extrem horsttreu. Das Männchen komme bereits seit sechs Jahren nach Weiden. Es trägt den Ring am rechten Bein. Das Storchenweibchen kam 2025 neu dazu. Sie hat ihren Ring links. Seit der Sanierung des Dachs vom Alten Rathaus im Jahr 2017 befindet sich der Horst auf dem Alten Schulhaus. Diesem geben die Vögel den Vorzug. Das Rathaus wird nur hin und wieder besucht. Insgesamt haben sich die Bestände der Weißstörche in Bayern in den vergangenen zwei Jahrzehnten gut erholt. Über 800 Brutpaare wurden zuletzt gezählt.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.