Weiden in der Oberpfalz
26.02.2025 - 12:32 Uhr
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Drogen und verbotene Waffen: Bewährungsstrafe für 24-Jährigen

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Neustadt findet die Polizei Marihuana, ein verbotenes Messer und Bilder, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder zeigen. Jetzt steht der 24-Jährige in Weiden vor Gericht.

Ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt/WN muss sich in Weiden vor Gericht verantworten. Symbolbild: David-Wolfgang Ebener/dpa
Ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt/WN muss sich in Weiden vor Gericht verantworten.

Bei der Durchsuchung einer Wohnung im Landkreis Neustadt/ WN fanden die Polizisten neben einer größeren Menge Marihuana und einem verbotenen Butterfly-Messer auch eine Speicherkarte mit tausenden pornographischen Bildern, darunter auch Fotos, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zeigen. Am Dienstag stand der 24-jährige Besitzer nun vor dem Schöffengericht.

Er habe das Messer mehr oder weniger als Spielzeug gekauft, das Cannabis sei zur Samengewinnung gedacht gewesen, sagte der Angeklagte vor Gericht, der von Rechtsanwalt Oliver Plate vertreten wurde. Wegen gesundheitlicher Probleme habe er damals täglich Cannabis konsumiert. Diese Aussage bestätigte eine Haaranalyse, die um Vorfeld der Verhandlung gemacht wurde.

In den Zeugenstand trat unter anderem ein Weidener Kripo-Beamter. Er schilderte, dass der Angeklagte in Haft genommen worden sei, nachdem die Polizei „Marihuana in rauen Mengen“ bei ihm gefunden hatte. Später sei er frei gelassen worden. Da er aber seinen Meldeauflagen nicht nachgekommen sei, sei er erneut inhaftiert worden. Zudem schilderte der Beamte, dass die Kripo auf der Speicherkarte des Angeklagten, die bei der Wohnungsdurchsuchung sichergestellt worden war, rund 10.000 Bilder von Menschen - hauptsächlich in "Alltagssituationen" festgestellt hat. Sechs der Bilder zeigen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

Der Angeklagte ist kein Unbekannter für das Weidener Amtsgericht. Wegen Rauschgiftdelikten ist der arbeitslose Mann zweifach vorbestraft - eine Tatsache, die ihm Staatsanwalt Benjamin Schauf in seinem Plädoyer ankreidete. Der Ankläger forderte ein Jahr und acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Rechtsanwalt Plate betonte, dass auf nur sechs der insgesamt 10.000 gefundenen pornographischen Dateien Kinder und Jugendliche zu sehen seien. Der Verteidiger forderte zehn Monate auf Bewährung für seinen Mandanten. Richter Hans-Jürgen Schnappauf und die beiden Schöffen verurteilten den Mann zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung. Außerdem muss er 500 Euro an die Caritas zahlen.

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