31.07.2018 - 19:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dusche auf Tennisplatz

Tennisspielen bei über 30 Grad - für Kinder scheinbar kein Problem. Dennoch eine große Herausforderung für die Verantwortlichen des diesjährigen Ferienprogramms des Kreisjugendrings. Berücksichtigung der Hitze

Wasser gegen Überhitzung beim Tennis Academy Camp - Marcelo Matteucci (rechts) sorgt für willkommene Abkühlung
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

fuw) Neun Uhr morgens, die Sonne hängt wie ein heißer Ball über dem Sportgelände des TC Grün-Rot. Der Rasen des Fußballplatzes ist staubig braun. Die Natur lechzt nach Abkühlung und Wasser. Und die Kinder? Die warten in Tenniskleidung und mit Schlägern in der Hand darauf, dass es endlich losgeht. Sport bei dieser Hitze? "Kein Problem! Mir wär's lieber, wenn es kühler wäre - aber das passt schon", betont Johann Samsunov.

Am Montag hat das "Tennis Academy Camp" beim TC Grün Rot begonnen. Es ist ein Ferienangebot von vielen, das der Stadtjugendring in den Sommerferien im Programm hat. Vier Tage lang trainieren die 43 Schüler je nach Altersgruppe zweieinhalb bis drei Stunden pro Tag. Zehn Trainer und Betreuer stehen ihnen zur Seite. "Es ist echt heiß, aber die Spritzpausen helfen", sagt Schüler Ilya Buravenko.

"Eine schier unerträgliche Hitze", findet Ewald Zenger, Geschäftsführer des Stadtjugendrings. Die Büroräume des Jugendzentrums seien eine "Hölle in Dosen", ergänzt er lachend. Seit Wochen halten sich die Temperaturen dort über der 30-Grad-Marke. Dieser ungewöhnlich heiße Sommer stelle auch das Ferienprogramm des Stadtjugendrings und alle Beteiligten mit zahlreichen Angeboten im Freien vor besondere Herausforderungen.

Marcelo Matteucci bleibt entspannt. Der Ausbildungsleiter der Akademie ist seit 31 Jahren im Trainings-Camp dabei. Die bisher größte Herausforderung seien die Bienen gewesen, die vor ein paar Jahren viele seiner Schüler gestochen haben. Ein andermal war ein Gewitter über seine Gruppen hereingebrochen, sodass sie anstatt des geplanten Zeltlagers in den Hallen übernachten mussten. Ein heißer Sommer hingegen sei nichts besonderes: "Ein guter Sportler muss auf alles vorbereitet sein", sagt er und grinst. Wichtig: gut eincremen, ausreichend Pausen im Schatten machen, viel trinken.

Matteucci und seine Kollegen sind gut vorbereitet. Alle 20 bis 30 Minuten legen sie eine "Spritzpause" ein, bei der sich die Schüler unter dem Wasserschlauch abkühlen können. Wichtig sei es, rechtzeitig zu erkennen, wenn sie müde werden, erklärt der Tennislehrer. Halb zehn, es ist Zeit für die erste Abkühlung. Genussvoll streckt die Tennisjugend ihre Hände Richtung Wasser.

Ein weiteres Angebot im Ferienprogramm ist der "Spielwagen". In den vier Wochen fahren Helfer verschiedene Stadtteile an, in denen sie dann jeweils eine Woche bleiben. "Das sind alles tolle Vorbilder", betont Zenger. "Jeder von ihnen kann die Jugendlichen begeistern." Osman Ismailoglou hilft gerne, denn ihm ist es wichtig, "was mit den Kindern zu unternehmen, damit sie rauskommen und nicht vor der Konsole rumhängen". Aneta Browa betont, sie hätten extra ihren Urlaub verschoben, als sie erfahren haben, dass der Spielwagen kommt. Ihre zwei Kinder fänden hier immer neue Freunde. Auch vom Rezept gegen die Hitze sind sie begeistert: eine Runde Eis!




Eis essen unterm Pavillon - Kinder freuen sich über den Spielwagen

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