Das Münchner Trio „Muddy What?“ stand auf der „Live Stage“ für das, was McKinley Morganfield, alias Muddy Waters, was den Übergang vom Blues zum Rock ausmacht: Auf Virtualität, musikalische Eleganz und das gewisse Feeling. Denn genau das waren die Stärken der Geschwistern Ina und Fabian Spang und ihres Kumpels Michael Lang. Ein überzeugendes Konglomerat aus Gesang, Gitarre, Mandoline, Schlagzeug und Bass.
Mit neu interpretierten und selbstgestrickten Stücken wie „Worried Man Blues", „Change it“ oder „Dignity“ äußerten die drei im „Parapluie“, das diesmal rekordverdächtige Besuchermassen vermeldete, ihre musikalischen Gedanken so, dass sie nie ins Leere gingen, sondern dem Publikum sofort unter die Haut fuhren. Nur so war es zu erklärten, warum die Combo gleich dreimal zu Zugaben aufgefordert wurde.
Toll, wie sich die Band immer wieder zu ihren atmosphärischen, Dobro-lastigen und perkussiven Rhythmen und Improvisationen hochschaukelte. Und das alles ohne den ganzen elektronischen Schnickschnack, von bunten Farbfetzen, die über die Bühne jagten, einmal abgesehen. Es ging den Dreien, die seit 13 Jahren zusammen musizieren, ums Eigentliche: Um die Präsentation ihres neuen Albums "Gone from Mississippi".
Auf dieser Scheibe haben sich drei Künstler zusammengefunden, die den Blues in moderner Form mit fesselnder Dynamik und viel Respekt vortragen. Beim Repertoire ließen sie sich von Blues-Ikonen wie Robert Johnson oder Muddy Waters inspirieren. Das Ergebnis: Ein grober Mix aus bluesigen Klangwelten und gefühlvollen Balladen.













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