Die Ankündigung, sie würden jetzt „Atemlos“ spielen, war natürlich nur eine Drohung aus einer Laune heraus. In Wirklichkeit hielten sich „Garbage of Daydreaming“ auf der „Live Stage“ im „Parapluie“ fest an ihr Motto „We’re keeping the Blues alive.“ Allerdings nicht absolut. Es war mehr der Rock als der Blues. Anstatt also die Fischer Helene zu kopieren, setzte die ebenfalls blonde Frontfrau, "Strong Woman" Natascha Schindler, auf „Proud Mary“, einen Hammer-Song aus der Hitfabrik John Fogertys, allerdings in der viel wuchtigeren Ike-and-Tina-Turner-Version.
Etwas später überraschte die Sängerin das Publikum noch mit der A-capella-Gänsehautnummer „Mercedes Benz“, einem Megahit von Blues-Röhre Janis Joplin. Was alles andere als Müll war, wie der Bandname eigentlich vermuten ließ. "Brown Sugar", "Honky Tonk Women", "Hattisburg Hustle". Kein Wunder, dass die Combo schon im Radio zu hören war. Die jüngste Scheibe. „On the Highway.“
Einfach Klasse war das Zusammenspiel mit dem temperamentvollen Gitarristen Thorsten Horn, der die Band gemeinsam mit Natascha vor zehn Jahren gegründet hat. Inzwischen sind sie zu Fünft. Ein weiterer Gitarrenmann kam dazu, schließlich Bass und Drums. Die richtige Besetzung für eine Festival-erprobte Band, die sich mit zeitlosen Covern und selbstgebastelter Mucke über Wasser hält.














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