10.09.2018 - 13:13 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Einzige Konstante am "Kepler"

Wie üblich gibt es Auf- bzw. Abwärtstrends zum Schulstart an Gymnasien und Realschulen. Nur am Kepler-Gymnasium bleibt die Zahl der Fünftklässer unverändert.

96 Fünftklässler starten am Dienstag am Kepler-Gymnasium, und damit genau so viele wie im vergangenen Jahr.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Exakt 96 Schüler beginnen am „Kepler“ in diesem Herbst ihre Gymnasialzeit. „Diese Zahl ist seit einigen Jahren nahezu konstant und diesmal sogar identisch mit der Vorjahreszahl“, erklärt Oberstudiendirektorin Sigrid Bloch. Somit werden – wie im Vorjahr – vier Eingangsklassen gebildet. Insgesamt besuchen zum Schulstart 2018/2019 rund 860 Buben und Mädchen die Bildungseinrichtung.

Für sie gibt es laut Bloch auch genügend Lehrer. „Für eine Aushilfe in Mathematik und Physik mussten wir uns wie üblich selbst umschauen. Aber wir haben eine gute Kraft bekommen.“ Dafür gebe es vom Kultusministerium entsprechende Listen, wer auf dem freien Markt verfügbar sei. Die Besetzung sei deshalb kein Problem gewesen.

Mit 86 Fünftklässern verzeichnet das Augustinus-Gymnasium in diesem Jahr den stärksten Aderlass. Im September 2017 besuchten immerhin noch 115 Buben und Mädchen die Jahrgangsstufe 5, und es wurden fünf Klassen gebildet. „Eine Ausnahme“, meint Schulleiter Ulrich Winter. Denn normal sei am AGW die Vierzügigkeit. Was er als besonderen Erfolg wertet: „In der 10. Jahrgangsstufe konnten wir eine Einführungsklasse mit 24 Schülern einrichten.“ Im September 2017 dagegen nutzten nur 14 Schüler dieses spezielle Bildungsangebot. Insgesamt werden 741 Buben und Mädchen am „Augustinus“ die Schulbank drücken.

63 junge Damen

Leicht angestiegen ist dagegen die Zahl der Fünftklässler am Elly-Heuss-Gymnasium. „Heuer starten 63 junge Damen in 3 Klassen“, teilt Oberstudiendirektor Reinhard Hauer mit. Im vergangenen Jahr waren es 61 Mädchen, ebenfalls in drei Klassen. Insgesamt erwartet Hauer am Dienstag rund 550 Schülerinnen an dem Mädchen-Gymnasium. Ebenfalls leicht gestiegen – von 79 auf 83 Anfänger – ist die Zahl der Sophie-Scholl-Realschülerinnen. Trotzdem werden in diesem Jahr vier Klassen gebildet, und damit eine mehr als 2017/2018. Schulleiterin Susanne Genser führt zur Begründung an, dass im Vorjahr mehr Schüler die Ganztagsvariante gewählt hatten. Insgesamt verzeichnet die Einrichtung ein kleines Minus. Statt 568 Mädchen (2017/2018) sind diesmal 563 angemeldet.

Was die Ausstattung mit Lehrkräften betrifft, ist Susanne Genser zufrieden. Der Markt bei Aushilfskräften sei zwar schwierig, auch weil viele Realschulpädagogen sich für Mittel- oder Grundschulen umschulen ließen. „Wir hatten aber Glück und in der ersten Ferienwoche noch eine Aushilfe aufgetan.“ Mehr Kräfte würden nicht benötigt, da mehrere Pädagogen aus dem Mutterschutz beziehungsweise dem Erziehungsurlaub zurückkämen.

Plan „auf Kante genäht“

Konträr dazu stellt sich die Situation laut Michael Meier an der Hans-Scholl-Realschule dar. „Wir haben ein jüngeres Kollegium, so dass einige Pädagogen in Elternzeit sind.“ Für mögliche Krankheitsfälle hätte er deshalb gerne noch Aushilfskräfte auf Reserve eingestellt. Seine Erfahrung jedoch: „Der Markt ist leer gefegt. Ich habe 30 Absagen bekommen.“ Aktuell seien zwar alle Unterrichtsstunden abgedeckt. „Der Plan ist aber auf Kante genäht.“

Mit 72 Fünftklässlern begrüßt die Hans-Scholl-Realschule in diesem Jahr 8 Buben weniger als 2017/2018. Unverändert bleibt dagegen die Zahl der Eingangsklassen mit drei. Insgesamt werden in 20 Klassen 520 Schüler unterrichtet. „Das ist zumindest ein angenehmer Schnitt von 26 Schülern“, freut sich Meier.

Gabriele Dill, Schulleiterin von FOS/BOS, rechnet im neuen Jahr mit „leichten Rückgängen nach starken Anstiegen in den Vorjahren“. Konkrete Zahlen will sie vor Schulstart nicht nennen. Der Arbeitsmarkt biete derzeit so gute Chancen, dass sich viele Interessenten kurzfristig für eine Stelle entscheiden würden. „Viele geben uns aber nicht Bescheid.“ Die konkrete Schülerzahl lasse sich deshalb erst am Dienstag feststellen. „Alles andere wäre Kaffeesatzleserei.“

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