Weiden in der Oberpfalz
23.12.2018 - 13:35 Uhr

Erneut weniger Straftaten in Weiden

Beim Weihnachtsbesuch der Polizei hören die Genossen eine frohe Botschaft: Nach dem Tiefstand im vergangenen Jahr geht die Zahl der Straftaten in Weiden noch weiter zurück.

Den Diensthabenden am Wochenende und den Feiertage danken OB Kurt Seggewiß (links), Annette Karl (Zweite Reihe, Dritte von links) und die SPD-Stadträte. Bei der Polizeiinspektion hören sie von vielen Veränderungen. Bild: Kunz
Den Diensthabenden am Wochenende und den Feiertage danken OB Kurt Seggewiß (links), Annette Karl (Zweite Reihe, Dritte von links) und die SPD-Stadträte. Bei der Polizeiinspektion hören sie von vielen Veränderungen.

"Bis Ende Oktober hatten wir ein Minus von 2,7 Prozent gegenüber dem Zehn-Jahres-Tiefststand des Vorjahres", berichtete Klaus Müller, der Leiter der Polizeiinspektion beim Besuch von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Landtagsabgeordneter Annette Karl und den SPD-Stadträten. Die Aufklärungsquote sei gleichbleibend. Müller: "So dramatisch, wie Verbrechen immer klingt, ist es gar nicht, obwohl die Zahl der Einsätze steigt. Der Bürger wird sensibler. Er ruft wesentlich früher an, und wir fahren zu mehr Einsätzen als vorher."

"Lieber eine Nachricht zu viel absetzen, als zu wenig", begrüßte OB Seggewiß das veränderte Bürgerverhalten. "Wir beobachten an den Infoständen, dass die Leute diese Zahlen nicht mehr glauben", schränkte SPD-Fraktionschef Roland Richter ein. Müller darauf: "Jede Anzeige, die an uns herangetragen wird, wird erfasst. Der Beamte würde sich strafbar machen, würde er das nicht tun." Polizeiliche Angaben seien objektiv. Annette Karl führte manche Fehleinschätzung auf die sozialen Medien zurück. "Viele schauen sich nur in ihrer Facebook-Blase um, und da kriegt man halt den Eindruck, es gibt jeden Tag drei Vergewaltigungen."

Müller stellte die Präventionsarbeit vor, nannte als Beispiel den kostenlosen Service des kriminalpolizeilichen Fachberaters für Einbruchdiebstahl. An MdL Karl erging die Bitte, die Personalnachforderungen der Dienststelle zu unterstützen. "Wir brauchen jeden, damit wir langsam wieder etwas mehr werden." Und von denjenigen, die jetzt die Arbeitslast schulterten, sollte doch der eine oder andere befördert werden. Der Inspektionschef weiter: "Krankenstand ist bei uns kein Thema."

Der Leiter der Verkehrspolizei, Werner Ochantel, präsentierte neue Einsatzmittel. Für den Außendienst stellte eine Kollegin das "Convertible Laptop", eine Art mobiles Büro, vor. Dies könne im Polizeiauto auf dieselben Daten zurückgreifen wie der Innendienst, was die Arbeit beschleunige. Ein neues I-Phone ermögliche die Abfrage von Ausweisdaten und Autokennzeichen. Ochantel erwähnte den Einsatz von Tasern, die Anschaffung von Mitteldistanzwaffen sowie von Bodycams, bald Inventar einer jeden Pflichtstreife. "Das Stück kostet 1500 Euro." Vorher hatten die Genossen die Bundespolizei besucht. Auf die Polizeiinspektion folgte die Zentrale Notaufnahme am Klinikum. An Heiligabend stehen Integrierte Leitstelle und Feuerwehr auf dem Besuchsprogramm von OB und SPD..

 
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