Die für 19. bis 27. August auf dem Gelände des Schätzlerbades geplanten UIPM Weltmeisterschaften im Biathle, Triathle und Laser Run werden wohl ins Wasser fallen. Der Weltverband will noch diese Woche über eine Absage entscheiden, erklärt Chef-Organisator Pierre Jander vom Team Oberpfalz. Er rechne nicht mit einer Durchführung. „Ich hoffe sogar, dass es ausfällt. Es käme ja fast keiner. Das wäre nur eine WM-light.“
Weiden hatte Anfang März wegen der Corona-Krise in Wuhan den Zuschlag für die Ausrichtung bekommen. Denn ursprünglich sollte die World Championship im chinesischen Xiamen stattfinden, das nur 350 vom Corona-Krisengebiet Wuhan entfernt liegt. Nun hat das Virus auch Europa fest im Griff. Leider habe man schon einiges an Geld in die Hand genommen. Hauptsponsor BMW sei abgesprungen, bedauert Jander.
Sollte die Veranstaltung, wie erwartet, abgeblasen werden, bekomme Weiden auf jeden Fall den Zuschlag für die WM im Biathle und Triathle im kommenden Jahr. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Austragungsstätte werde wohl wieder das Schätzlerbad sein, sagt Jander. „Laser Run wird leider nicht dabei sein. Diese Disziplin wurde schon 2019 für nächstes Jahr an Weißrussland vergeben.“ Und Xiamen bekam den Zuschlag für 2022.
Im kommenden Jahr erwartet Jander zwischen 600 und 800 internationale Sportler aller Altersklassen in Weiden. „Weil BMW auch nächstes Jahr nicht dabei ist, müssen wir uns nach neuen Sponsoren umsehen." Jander hofft auf Unterstützung durch kleinere Firmen. Denn die Durchführung einer WM koste Geld. Einnahmen kämen nur über Teilnahmegebühren herein. Damit lasse sich eine Sportveranstaltung von dieser Größenordnung aber nicht stemmen. Ein Teil der bisherigen Ausgaben könne noch für 2021 verwendet werden. „Aber was wir bisher schon für Werbung ausgegeben haben, ist weg.“ Das habe gehörig an den Nerven gezerrt. „Aber wir sind froh, dass man im nächsten Jahr an uns denkt.“
„Wir hätten schon 60 Helfer über das deutsch-französische Volunteers-Programm gehabt, das von der Deutschen Sportjugend unterstützt worden wäre", erzählt der Organisator weiter. "Jeweils 30 deutsche und französische Jugendliche, die sich eine Woche lang in Weiden aufgehalten hätten." Jetzt müsse sich das Team Oberpfalz neu aufstellen. "Vielleicht können wir ja mit den Schulen zusammenarbeiten." Sobald der Termin feststehe, beginne die Planung.

















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