Weiden in der Oberpfalz
02.06.2022 - 15:38 Uhr

Evangelische Seelsorgerin Sabine Dachauer am Klinikum Weiden verabschiedet

Seit 1995 war Sabine Dachauer (Vierte von links) in der Krankenhausseelsorge tätig. Jetzt wurde sie verabschiedet. Bild:  Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl/exb
Seit 1995 war Sabine Dachauer (Vierte von links) in der Krankenhausseelsorge tätig. Jetzt wurde sie verabschiedet.

Seit 1995 engagierte sich Sabine Dachauer in der Krankenhausseelsorge am Klinikum Weiden und war seit 2008 hauptamtlich als Klinikseelsorgerin tätig. Nun wurde sie in einem ökumenisch gestalteten Gottesdienst verabschiedet, wie die Kliniken Nordoberpfalz mitteilten. Fast 15 Jahre lang leitete Dachauer gemeinsam mit Pfarrer Dominik Naujoks die evangelische Klinikseelsorge.

Gemeinsam mit den katholischen Geistlichen wurden ökumenische Gottesdienste für werdende Eltern gestaltet, aber auch Gedenkgottesdienste für Trauernde. Vor allem während der Coronapandemie sei sie vermehrt auf der Intensivstation präsent gewesen. Als Mitglied im Klinischen Ethikkomitee wirkte bei vielen Ethikkonzilen mit. "In all den Jahren habe ich immer Freude an und Erfüllung in meiner Arbeit gefunden. Daher ist es für mich nach all der Zeit ein Abschied mit einem weinenden, aber auch einem lächelnden Auge", so Sabine Dachauer.

In dem Gottesdienst, an dem neben Pfarrer Dominik Naujoks, Pfarrer Johann Klier und Pastoralreferent Helmut Brandl auch Dekan Thomas Guba mitwirkte, fanden sich viele Bezüge auf die Seelsorgetätigkeit von Sabine Dachauer am Klinikum. Der in der Lesung thematisierte Sturm auf hoher See wurde von Pfarrer Naujoks in der Predigt aufgegriffen. Den kranken Menschen habe Dachauer Mut gemacht. Sie habe Spuren hinterlassen – bei Ärzten, Pflegekräften und Patienten. Besonders die Betreuung von Komapatienten und ihr Mitwirken an den Intensivtagebüchern wurde erwähnt.

Im Namen der Kliniken Nordoberpfalz bedankten sich die Chefärzte Professor Christian Paetzel und Professor Karl-Heinz Dietl bei Sabine Dachauer für ihre wertvolle Arbeit. Sie freue sich nun darauf, mehr Zeit für ihren Mann und die große Familie zu haben, sagte Dachauer.

 
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