In Weiden gab es letztes Jahr sechs erfolgreiche Wohnungseinbrüche. Das ist auch der Grund, warum die Angst vor Einbrüchen etwas nachgelassen hat. Eine Konzentration auf bestimmte Stadtteile lasse sich nicht feststellen, sagte Dieter Melzner am Dienstagabend bei einem Vortrag bei Oberpfalz-Medien.
Seine Empfehlung: Finger weg von Attrappen zur Abwehr von Dieben. Bei echt wirkenden Attrappen laufe der Einbrecher zwar nur kurz weg, um dann eventuell aber wieder zurückzukommen, sobald er erkannt habe, dass es sich bei der Anlage um einen Fake gehandelt habe. Auch der Hund sei nur bedingt verfügbar. „Gehe ich Gassi mit ihm, kann er mich natürlich nicht alarmieren."
Sonst sei der Vierbeiner ein wichtiger Abwehrfaktor. Ob großer oder kleiner Hund spiele keine Rolle. „Ein Hund bellt.“ Beleuchtungsanlagen mit Bewegungsmelder hätten den Vorteil, dass sie den Einbrecher erst einmal abschreckten. „Die sind lichtscheu. Die hauen wahrscheinlich ab.“ Der Nachteil: Solche Melder lösten auch bei Hunden, Katzen oder bei Sturm aus, wenn die Büsche wackelten. „Wenn Sie Pech haben, haben Sie die ganze Nacht über Disco."
Wer einem Garten vor seinem Haus besitze, sollte Gartenmöbel und Gerätschaften, die als Einstiegs- oder Einbruchshilfen dienten, nachts möglichst wegräumen. Auch sei eine niedrig geschnittene Hecke besser, als eine hochgewachsene, weil sich Einbrecher dahinter sicherer fühlten.
Der Experte informierte auch über die KfW-Förderung bei Einbruchsschutz. Die Höchstförderung bei einbruchshemmenden Umbaumaßnahmen belaufe sich auf 1600 Euro Zuschuss bei einen Gesamtaufwand von 15.000 Euro. Er empfahl seinen Zuhörern, dass sie nur genormte Haussicherungen einbauen sollten. Nicht nur wegen der Förderung, sondern auch wegen ihrer hohen Qualität.
Ein größerer Themenblock war auch der Haus-Safe. „In Zeiten, wo Banken wenig Zinsen hergeben, bewahren immer mehr Leute ihr Geld zuhause auf.“ Wenigstens 500 Kilogramm sollte er schon wiegen, der Panzerschrank. Natürlich könne man auch Wandsafes einbauen. Doch sollte man auch hier auf Normen achten. Vor allem auch darauf, dass das Innere des Safes bei Feuer mindestens 300 Grad Hitze aushalte. „Ansonsten sind Ihre Unterlagen pulverisiert.“ Ob der Safe mit Schlüssel, Zahlenschloss oder elektronisch geöffnet werde, sei egal.
Melzner gab Tipps zur Sicherung der Immobilie während des Urlaubs. Es sei besser, Rollos offen zu lassen, als wochenlang geschlossen. Das locke Einbrecher an. Noch günstiger wäre, wenn ein guter Nachbar täglich die Rollos hochziehe und wieder schließe. Automatische Raumbeleuchtungsanlagen seien nur dann effektvoll, wenn sie klug geschaltet seien. Einen Profi-Einbrecher hielten sie nicht ab. Ferner sprach der Experte über die Sicherung von Garagen und Autos. Keine noch so moderne Wegfahrsperre stoppe Diebe.







Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.