Weiden in der Oberpfalz
21.09.2022 - 12:47 Uhr

Fernseh-Journalist Franz Stark im Alter von 84 Jahren verstorben

Geboren in Nürnberg, aufgewachsen in Weiden und als Journalist in der ganzen Welt unterwegs: Franz Stark war weit über die Region hinaus bekannt und geachtet. Am 1. September ist der Fernseh-Journalist im Alter von 84 Jahren verstorben.

Der Journalist, Autor und Dozent Franz Stark ist in Weiden aufgewachsen und hat seine internationale Karriere hier begonnen. Anfang September ist er im Alter von 84 Jahren gestorben. Bild: BR
Der Journalist, Autor und Dozent Franz Stark ist in Weiden aufgewachsen und hat seine internationale Karriere hier begonnen. Anfang September ist er im Alter von 84 Jahren gestorben.

Geboren in Nürnberg, aufgewachsen in Weiden und als Journalist in der ganzen Welt unterwegs: Franz Stark war weit über die Region hinaus bekannt und geachtet. Am 1. September ist der Fernseh-Journalist im Alter von 84 Jahren verstorben.

Franz Stark war eine beeindruckende Persönlichkeit. Geboren wurde er am 25. Juli 1938 in Nürnberg, aufgewachsen ist er in Weiden. Nach dem Abitur und Studium widmete er sich beruflich ganz dem Journalismus. Beim Neuen Tag in Weiden erhielt er über freie Mitarbeit und ein verkürztes Volontariat seine journalistische Grundausbildung. Dem Verlag blieb er verbunden: Anlässlich des 65-jährigen Verlagsjubiläums hielt er die Festrede. Für das BR-Fernsehen war Stark später auf der ganzen Welt unterwegs.

Franz Stark wandte sich nach seiner Zeit in Weiden der Politik zu und wurde dann zunächst bei der Badischen Zeitung in Freiburg im Breisgau Leiter des politischen Ressorts. Zwischenzeitlich hatte er außerdem promoviert.

Der Journalist war seit 1967 beim BR-Fernsehen in einer Vielzahl von Funktionen tätig und übernahm auch Führungsverantwortung. Von 1987 bis 1995 moderierte und leitete er das Auslandsmagazin „Weltspiegel“ und war zugleich stellvertretender Chefredakteur sowie regelmäßiger Kommentator in den „Tagesthemen“ der ARD. Von 1995 bis 2003 war Stark Chefkorrespondent Fernsehen und berichtete aus Südosteuropa unter anderem vom Pulverfass Balkan und über den Sturz von Slobodan Milošević in Belgrad. Bis 2003 moderierte er die Fernsehreihe „Café Europa“.

Stark war Dozent an den Universitäten München und Passau und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Privat befasste sich der Journalist mit Astronomie, was er sich einst von Gunter Sachs abgeschaut hatte.

Trotz seiner internationalen Tätigkeit vergaß er seine Wurzeln nie. „Ich empfinde mich auch jetzt noch – nach bestimmt Hundert oder mehr beruflichen Auslandsreisen – von der Oberpfalz, ihrer Landschaft und ihren Menschen (mit ihrem Zug zur Bescheidenheit bei gleichzeitigem Können) mitgeprägt“, sagte er einmal gegenüber dem Neuen Tag über seine ehemalige Heimat.

Mit seiner Ehefrau Heidi und den beiden Töchtern trauern viele in unserer Region, die Franz Stark haben kennenlernen dürfen. (gv/jak)

 
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