Weiden. (uz) Der graubärtige Besitzer des motorisierten Fahrrads war besonders stolz auf sein Vehikel. „Es wurde 1951 in München von der Firma Rex Motorenwerke gebaut.“ Nicht in Serie. „Motor, Riemenscheibe, Auspuff und Benzintank haben 199 Mark gekostet.“ Die Montage sei für alle damaligen Räder möglich gewesen. Heute ist das Rad eine Rarität, ein Sammlerstück und für den Eigentümer unbezahlbar.
Der ADAC Weiden hatte am Samstag nach einem Frühschoppen im Ach-Stodl Frauenricht zur 32. Oldtimerausfahrt für Autos und Motorräder geladen. Die Startflagge schwang Oberbürgermeister Kurt Seggewiß unter fachkundiger Aufsicht des ADAC-Nordbayern-Chefs Herbert Behlert und Thomas Kronstein, ADAC-Vize aus Annaberg-Buchholz.
Die 140 Starter – Cheforganisator Karlheinz Ach sprach von der größten Teilnehmerzahl bisher – machten sich auf eine 75 Kilometer lange Strecke auf. Zunächst ging es hoch nach Neunkirchen, über Rothenstadt nach Waldthurn und zum Fahrenberg, wo erstmals die Fahrzeuge geweiht wurden. Schließlich ging es über Störnstein und Weiden-Nord zurück nach Frauenricht, wo sich die Oldies zum Autokorso durch die Altstadt aufstellten.
Mitorganisiert wurde die Ausfahrt von Hans-Jürgen Krause und Thomas Piesche. Ach sprach von einer inzwischen internationalen Veranstaltung, weil die Fahrer mit ihren wertvollen Oldtimern bis aus Tschechien und Holland angereist waren. „Es ist die älteste Oldtimerausfahrt in ganz Nordbayern“, sagte er.
Eines der Autos war mit Feuer und Flamme dabei. Ein 50 Jahre alter Jaguar MK fing nämlich Feuer, noch ehe es losging. Mit dabei: Ein altes Ford-T-Model von 1906, ein Velorex aus Tschechien, ein alter Ferrari, ein Mustang, Chevy und Cadillac. Erstmals mit dabei: CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch mit Sohn Maximilian. Beide hatten über die Wintermonate einen 28 Jahre alten Mazda mx 5 restauriert, der die 75 Kilometer lange Feuerprobe schadlos überstanden hatte.























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