11.01.2019 - 17:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Filme für eine bessere Welt

Umweltprobleme beschäftigen immer mehr Menschen. Dazu passt die neue Filmreihe von Greenpeace. Dabei kritisiert sie nicht nur, sondern zeigt auch positive Ansätze.

Stufe für Stufe für eine bessere Umwelt. Dazu will Greenpeace Weiden mit der neuen Filmreihe einen Beitrag leisten. Die eigens dafür hergestellten Tafeln zeigen die Themen der Filmreihe. Wolfgang Herzer (rechts im Hintergrund) vom Kunstverein Weiden stellt die Räume zur Verfügung.
von Siegfried BühnerProfil

Auch 2019 will Greenpeace Weiden mit einer Filmreihe auf Umweltprobleme aufmerksam machen. „Wir zeigen nicht nur Beispiele für Umweltverschmutzung und Vernichtung natürlicher Ressourcen, sondern auch Möglichkeiten zur Problemlösung und Erklärungen für Zusammenhänge“, sagt Greenpeace-Sprecher Franz Zielinski.

Erneut geht es um Themen, auf die Greenpeace schon seit Jahren mit Aktionen und Infoveranstaltungen aufmerksam macht. „Doch das Spektrum ist sehr breit“, sagt Zielinski bei der Vorstellung des Programms. Sechs Filmabende wurden organisiert, Höhepunkt dabei ist eine zehnstündige Doku-Filmnacht. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Alle Filmabende finden in den Räumen des Kunstvereins Weiden statt. Dessen Vertreter Wolfgang Herzer sagte: „Wir öffnen uns gerne für Veranstaltungen dieser Art.“

Bereits am Freitag, 18. Januar, beginnt die Reihe mit zwei Filmen, die schon fast in einen metaphysischen Bereich reichen. Die in Pressestimmen hoch gelobte Dokumentation „Der privilegierte Planet – auf der Suche nach Sinn im Universum“ stellt Fragen in den Raum wie „Sind wir nur ein Staubkörnchen im unermesslich großen Kosmos?“ oder „Gibt es eine tiefere Wahrheit für die Tatsache, dass gerade die Erde für komplexes Leben bewohnbar ist?“. Gezeigt werden atemberaubende Computeranimationen, Interviews mit führenden Wissenschaftlern und spektakuläre Bilder über die Erde. Im zweiten Film des Abends reist der Astrophysiker Professor Harald Lesch auf den Spuren von Goethes Naturphilosophie unter dem Titel „Die ganze Natur“.

Um konkretere Themen geht es am 1. Februar. Die Filmtitel heißen „Bambus“ und „Soja“. Gezeigt wird wie Bambus helfen könnte, Umweltprobleme zu lösen, und wie der Soja-Anbau dazu beitragen kann, die Weltbevölkerung besser zu ernähren. Joachim Pfützenreuter sorgt mit Bambus-Instrumenten für eine musikalische Begleitung des Abends.

In Erinnerung an den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wird am 15. Februar der Streifen „Topographie 1993: Der Untergang der Donauauen“ gezeigt. Der zweite Film dieses Abends heißt „Wirtschaft gegen Natur – Flächenfraß in Bayern“ und erinnert an das eingeleitete Volksbegehren der Grünen zum Umweltproblem Flächenversiegelung.

Unter dem Titel „Die Magie der Moore“ wird am 1. März ein Dokumentationsfilm über die Jahrhunderte alten Biotope gezeigt. Im letzten Termin vor der langen Filmnacht geht es am 15. März zunächst um den Papierkonsum in Deutschland unter der Überschrift „Brandgefährlich: Unsere Papierverschwendung“. Zweiter Film des Abends ist „Der Bauer, der das Gras wachsen hörte“. Im Mittelpunkt steht ein „Biobauer mit Herz und Seele“, der es seit Jahrzehnten schafft, einen kleinen Bauernhof mit schlechtester Bodenbeschaffenheit erfolgreich biologisch zu bewirtschaften und seine Familie davon zu ernähren.

Die „Doku-Filmnacht“ beginnt am 30. März um 20 Uhr und endet am nächsten Tag um 6 Uhr morgens. Acht einstündige Aufführungen werden angeboten. Es geht um Plastikmüll, einen Biobauern mit Regenwürmern, Schrebergärten als „Urban Farming“, erneuerbare Energien, die sogenannte „Sharing Economy“, den drohenden Verkehrsinfarkt, Elektromobilität und Straßenbahnen. Greenpeace-Sprecher Zielinski lädt zur Filmnacht auch „Nachtschwärmer und Schlaflose“ ein, die jederzeit kommen könnten.

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