Weiden in der Oberpfalz
27.09.2022 - 15:57 Uhr

Florian Thomas zeigt bei "Heimspiel in der Sünde" Bilder in Öl, Acryl und auf Fotopapier

Sie stammen aus der Region, leben aber nicht mehr hier. Doch das "Sündikat" holt sie zurück: "Heimspiel in der Sünde" ist seine neue Ausstellungsreise überschrieben, die Künstlern mit Weidener Wurzeln eine Plattform bietet.

Künstler Florian Thomas vor einem seiner großformatigen Bilder. Bild: Kunz
Künstler Florian Thomas vor einem seiner großformatigen Bilder.

"Mich hat die Coronazeit nicht getroffen. Ich war sehr produktiv und fleißig", erklärt Künstler Florian Thomas beim "Anpfiff am Freitag". Das Weidener „Sündikat“ und die HNRBR Gallery starteten gemeinsam im ehemaligen Ring-Kino die Ausstellungen.

Den Auftakt machte am Wochenende der gebürtige Neustädter und in der Pirkmühle aufgewachsene Maler und Fotograf Florian Thomas. Er will mit seinen charmanten und liebevoll gestalteten Arbeiten Sehnsüchte beim Betrachter wecken.

Fokus auf Gegenständlichkeit

Der berufsmäßige Künstler hatte in den vergangenen drei Jahren viel Zeit, wie er sagt. Und die hat er so genutzt: "Ich war im Atelier." Thomas malt auch abstrakt. In den letzten Jahren waren etwa Streifenkompositionen angesagt. Aber bei der Ausstellung in Weiden hat er den Fokus auf Gegenständlichkeit gelegt.

Seine Bilder sind klein- und großformatig, und in dieser Mischung hängen sie auch den Wänden: "Mich interessiert diese Gegensätzlichkeit." Sein Thema: "Der Mensch, wie er seinen sozialen Aufstieg dokumentiert."

Es geht ihm aber auch um Mobilität. Der Besucher sieht Busstationen, Autos, ein Flugzeug und Spaziergänger: "Das hat mich lange Zeit interessiert." An der Wand hängen zudem Werke mit Blumen – und das Portrait eines Mannes mit Anzug und Schlips, das Thomas vor 30 Jahren gemalt hat. Es ist das älteste Werk in dieser Ausstellung.

Ausgestellt sind insgesamt 27 Gemälde in Acryl und Öl auf Leinwand, produziert von Fotovorlagen, sowie 15 Fotografien mit Weidener Motiven. "Ich bin ein fotografierender Maler", sagt Florian Thomas von sich selbst.

Volles Haus bei Vernissage

"Sünde"-Chef Lukas Höllerer begrüßt die neue Ausstellungsreihe und spricht von künstlerischer Erweiterung: "Wir wollen, dass das Ring-Kino zum Becken für Leute wird, die hier ihre Kunstvorstellungen umsetzen können. Das passt ja auch sehr gut zu uns." Das volle Haus bei der Vernissage am Freitag gab ihm schon einmal Recht.

Die Idee dazu hatte Heiner Reber von der HNRBR Gallery: "Ich organisiere ehrenamtlich regelmäßig Kulturprojekte, einmal im Jahr." Florian Thomas sei ein alter Bekannter und sehr renommierter Künstler: "Ideal für ein Heimspiel in einem ehemaligen Kino. Kino war unser beider Fenster zu Welt." Die Ausstellung ist bis 8. Oktober zu sehen. Bis zum Jahresende sollen drei weitere folgen.

 
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