09.07.2019 - 15:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Förderung fällt vorläufig flach

Stadt und Land hätten für die Jugendkunstschulen in Weiden und Kalmreuth gerne Geld locker gemacht. Doch die Bayerische Staatsregierung gibt sich zugeknöpft. Damit fällt die für 2020 geplante Förderung flach.

Bis zu 700 Kinder und Jugendliche besuchen jährlich die Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden. Um die Arbeit künftig leichter fortsetzen zu können, hofft Irene Fritz zumindest ab 2021 auf eine Förderung.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Das Thema wird den Kultur- und Tourismusbeirat am heutigen Mittwoch beschäftigen. Der hatte sich im März dafür ausgesprochen, ab 2020 die Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden mit einem jährlichen Zuschuss von 14 000 Euro zu unterstützen, weil hier wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche geleistet werde. Der Finanzausschuss stimmte der Förderung zu. Und auch der Kreistag hatte die gleiche Summe als Unterstützung für die Jugendkunstschule Kalmreuth genehmigt (wir berichteten).

Die Max-Reger-Stadt und der Landkreis wollten den von Irene Fritz aufgebauten Jugendkunstschulen damit außerdem die Chance auf staatliche Fördermittel verschaffen. Nach den Plänen des Landesverbands der Jugendkunstschulen sollen künftig vier bis fünf Einrichtungen in Bayern durch Landesmittel unterstützt werden. Die 20 Prozent Zuschuss vom Staat sind allerdings an die Bedingung geknüpft, dass die jeweilige Kommune 40 Prozent der jährlichen Kosten für die Einrichtung übernimmt, weitere 40 Prozent müssen als Eigenanteil aufgebracht werden.

Für diese Projekt plant der Landesverband der Jugendkunstschulen eine dreijährige Modellphase. Der für 2020 anvisierte Start ist nun aber geplatzt. Der Grund: Die Staatsregierung hat im Doppelhaushalt 2019/2020 nun doch keine Mittel für dieses Fördermodell verankert. Der Verband der Jugendkunstschulen gibt die Hoffnung allerdings nicht auf. Irene Fritz: "Wir setzen darauf, dass es im nächsten Doppelhaushalt klappt."

Die Jugendkunstschulen in Weiden und in Kalmreuth seien dadurch nicht gefährdet, versichert sie. "Ich werde die Arbeit eben wie bisher unter schwierigen Bedingungen fortsetzen." Nachdem der Landesverband lange auf dieses Projekt hingearbeitet und Politiker mit eingebunden habe, rechne sie fest damit, dass die Modellphase dann eben 2021 starte.

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