15.03.2019 - 11:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

,,Frauenleiden" ernst nehmen: Ärzte informieren

Während der Menstruation leiden Frauen oft unter großen Schmerzen. Häufig stecken ernst zu nehmende Krankheiten dahinter. Experten klären am Mittwoch, 20. März, auf.

Für Mittwoch, 20. März, stehen sie schon in den Startlöchern: Veranstalter und Unterstützer werben für die 11. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins in der Max-Reger-Halle. Referenten sind Prof. Dr. Anton Scharl und Dr. Albert Roßmann (hinten, Dritter und Vierter von links).
von Redaktion ONETZProfil

,,Über ein Jahrzehnt bringen wir nun gesundheitliche Themen an die Bevölkerung. Unser Ziel ist es die Bürger vor allem über Krankheitsabläufe und die richtigen Diagnosemöglichkeiten aufzuklären“, bilanzierte Waltraud Koller-Girke, Vorsitzende des Fördervereins für Schwerkranke der Kliniken Nordoberpfalz. Bei der 11. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins, die am 20. März stattfindet, werden die Referenten das Thema ,,Frauenleiden“ in den Fokus rücken. In den Vorträgen wird nicht nur auf Diagnose- und Therapieverfahren, sondern auch auf operative Behandlungsmöglichkeiten eingegangen. Albert Roßmann, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Weiden, beginnt mit seinem Vortrag ,,Zu stark, zu lang, zur falschen Zeit – Blutungsstörungen der Gebärmutter“. Laut Roßmann sind Blutungsstörungen der Gebärmutter der häufigste Grund für Frauenarztbesuch in der reproduktiven Phase. ,,Dieses Problem bewegt viele Frauen, daher ist es wichtig die Ursachen frühzeitig zu erkennen, um zum Beispiel funktionelle von organischen Ursachen unterscheiden zu können."

Der Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Prof. Dr. Anton Scharl, wird über ,,Endometriose“ sprechen. Dabei wird er vor allem auf auftretende Symptome und die richtige Behandlung eingehen. Endometriose kann sich zu einer Krankheit entwickeln und Patientinnen würden oft unter ,,sehr starken Schmerzen“ leiden, berichtete der Frauenarzt. Problematisch ist, dass es oft ,,fünf bis sieben Jahre dauert“, bis eine Endometriose als Ursache für die Beschwerden erkannt wird. Viele Frauen versuchen in dieser Zeit die Schmerzen auszuhalten, da sie glauben, dass selbst extreme Schmerzen normal sind und zur Regelblutung dazugehören, erklärte Scharl. ,,Es handelt sich um keine seltene Krankheit“. Laut dem Chefarzt kann sich sogar die Fruchtbarkeit mindern und psychische Veränderungen auftreten. Daher sei die ,,psychische Stabilisierung“ wichtiger Bestandteil der Behandlung, um ,,mit dem eigenen Körper wieder ins Reine zu kommen“.

Die Veranstaltung wird von Dr. Stephanie Kuchlbauer, Leiterin der Palliativstation, und Dr. Tobias Müller moderiert. Als Mitveranstalter beteiligen sich die Kliniken Nordoberpfalz AG, die AOK Weiden, der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Weiden-Neustadt/WN und die VHS Weiden-Neustadt. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ist Schirmherr der Veranstaltung, die um 18 Uhr in der Klinikumscafeteria beginnt und keinen Eintritt kostet. ,,Die Aufrechterhaltung der Veranstaltung gelingt auch Dank unserer Unterstützer“, freute sich Koller-Girke. So könne der Förderverein eines seiner Ziele, die Behandlung von Schwerkranken und chronisch Kranken, erreichen.

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