29.07.2018 - 11:27 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Fremdsprachen als Karriereleiter

Sich für internationale Konzerne zu qualifizieren, kann man nicht nur an der Hochschule lernen. Auch die Fachakademie für Übersetzer und Dolmetscher bietet so etwas.

Die Absolventen des Jahrgang 2018 an den Fremdsprachenschulen.
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Jahresabschluss an den Fremdsprachenschulen in Weiden: Verabschiedet wurden 35 Fremdsprachenkorrespondenten und 10 Absolventen der Fachakademie für Übersetzer und Dolmetscher. Abteilungsleiterin Brigitte Ross und die Fachbetreuerin für Fremdsprachen Andrea Hielscher übergaben die Zeugnisse. Dabei stellten sie nicht nur die Absolventen vor und gratulierten, sondern schilderten auch deren zukünftigen beruflichen Weg.

Für die meisten Fremdsprachenkorrespondenten ist die Zeit der Ausbildung noch längst nicht abgeschlossen. Einige wollen Eurokorrespondent werden, andere beginnen ein Studium an der zu den Fremdsprachenschulen gehörenden Fachakademie für Übersetzer und Dolmetscher. Bis zu fünf Jahren werden sie dann an dieser zur Europaberufsschule Weiden gehörenden Einrichtung verbringen. Die sich dann bietenden beruflichen Möglichkeiten beschrieb Studiendirektor Alois Pecher von der Schulleitung mit den Worten „Sie können zum Global Player werden." Dazu müsste man allerdings „weltoffen sein und die sichere Ecke in der Heimat verlassen“.

Vorbereitet werden die Schüler und Studenten darauf, indem sie nicht nur Fremdsprachen lernen, sondern auch andere Länder ausführlich kennenlernen. Interkulturelle Kompetenz nennen dies die Fachleute und meinen damit, dass man sich auch Sitten und Gebräuche anderer Länder vertraut macht und sich dort sicher bewegen kann. Erworben wird dies nicht nur an der Berufsfachschule oder der Fachakademie, sondern im Rahnen von zahlreichen schulbegleitenden Auslandsaufenthalten. Pecher nannte dazu Städtenamen wie London, Granada Paris oder auch Pilsen. Auch ein Masterstudium an der Universität Lancashire in England kann man als Absolvent der Fachakademie beginnen.

Vor allem auch für den tschechischen Arbeitsmarkt will die Fachakademie in Weiden eine Brückenfunktion ausüben. Schließlich ist sie die einzige in Bayern mit Tschechisch als zweite Fremdsprache in der Ausbildung. Wenn jemand dann den Abschluss Übersetzer und Dolmetscher erworben hat, so muss er keineswegs als solcher tätig werden, sondern kann seine Fremdsprachenkenntnisse in einem breiten Berufsfeld einsetzen. Als Beispiel hierfür wurde bei der Abschlussfeier Valentina Pajaziti aus Bärnau vorgestellt. Die 21-jährige hat mit Tschechisch als zweite Fremdsprache ihre Prüfung an der Fachakademie abgelegt und arbeitet ab sofort in Prag bei einem internationalen Konzern als Kundenbetreuerin. „Qualifizierte Fremdsprachenkenntnisse fördern erheblich den Berufserfolg“ sagte dazu Pecher.

Jahrgangsbeste an der Fachakademie ist Adriana Hirsch. Brenda Priebl und Felix Baumgart wurden als beste Absolventen bei den staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten, Julia Bernhard bei den staatlich geprüften Eurokorrespondenten ausgezeichnet.



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