(hcz) 29 Katzen sind derzeit bei Jutta Böhm im Weidener Tierheim untergebracht. Dass es nicht mehr sind, führt die Tierheimleiterin auf "gute Vermittlungsarbeit" zurück. Und so gab es im Gegensatz zu vielen Vorjahren heuer auch keine "Katzenschwemme". Böhm dankt allen vernünftigen Katzenbesitzern, die ihre Tiere kastrieren ließen. Leider habe sich dies noch nicht überall durchgesetzt. Vor allem auf dem Land, so Böhm, würden die Menschen die 40 bis 80 Euro für die Kastration eher nicht opfern. Nur eine "Kastrationspflicht" würde das Dauerproblem der streunenden und verwilderten Katzen ändern.
In zwei Freiläufen, vier Zimmern als Quarantänestation und zwei weiteren Räumen beherbergt das Tierheim die als "gefunden" oder aus persönlichen Gründen abgegebenen Katzen. Auf einer Pflegestation bei Manuela Fritsch in Matzlesrieth werden die kleinsten Katzenkinder aufgezogen. Zurzeit hat sie, außer ihren eigenen erwachsenen Samtpfoten noch sieben Babys. Viele mussten erst mit dem Fläschchen aufgepäppelt werden, bevor sie Nassfutter fressen konnten.
Tierheimleiterin Böhm erinnert an problematische Fälle, etwa den, als vor knapp zwei Jahren aus einem Haus nahe Vohenstrauß 17 Tiere gerettet werden mussten. Der Besitzer, ein älterer Mann, kam in ein Pflegeheim, 13 Katzen und vier verwahrloste Hunde ins Tierheim. Auch der Fall der neun, zusammen mit einer Mutterkatze in einer Holzkiste am Straßenrand bei Flossenbürg ausgesetzten Jungkatzen war erschreckend. So etwas bringt das in die Jahre gekommene Tierheim immer wieder an seine Grenzen.
Deshalb ist ein Neubau geplant, über dessen Entwurf Tierschutzvereinsvorsitzende Mariele Junak zusammen mit der Stadt nun schon längere Zeit brütet. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß hat versprochen, dass er die Einweihung noch in seiner Amtszeit erleben will. Er geht 2020 in den Ruhestand.


















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