Zur Planungssitzung war die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen wieder zu Gast im Weltladen in der Türlgasse. Die Gruppe beriet im Ambiente des fairen Handels die Aktivitäten der nächsten Monate. Dabei galt es viele bereits bekannte Termine anderer Organisationen zu berücksichtigen. Vorstandssprecherin Hilde Lindner-Hausner berichtete vorab von den überaus erfolgreichen Veranstaltungen zum Widerstand gegen die Süd-Ost-Link-Stromtrasse. In der nachfolgenden Diskussion wurde verdeutlicht, wie wichtig es sei, einen zukunftsweisenden Weg zur Stromversorgung mit den Erneuerbaren Energien einzuschlagen.
Der Stromtrassenwiderstand solle deshalb weiterhin unterstützt werden. Der Bedarf dieser großen Trassen, die im Widerspruch zur dezentralen Energiewende stünden und der Kohle- und Atomverstromung dienten, müsse angezweifelt werden, das Projekt gestoppt, die Netze rechtlich korrekt und völkerrechtskonform neu geplant werden. Als starken Widerspruch sehe die BI die Rolle Deutschlands als Atomausstiegsland im europäischen Atomförderungsvertrag Euratom. Angeregt wurde eine Petition an die Bundeskanzlerin, die darauf einwirken solle, dass dieser Vertrag aufgehoben werde.
Nicht nur, weil es in der BI-Satzung verankert sei, sich auch für den Umweltschutz einzusetzen, werde es als selbstverständlich betrachtet, das Aktionsbündnis für das bayerische Volksbegehren für Artenvielfalt zu unterstützen. Sonja Schuhmacher informiert über die Möglichkeiten, wahlberechtigte Bürger zur Eintragung in den Rathäusern zu motivieren. Zehn Prozent der in Bayern wahlberechtigten Menschen, knapp eine Million Bürger, müssten in ihre lokalen Rathäuser gehen und sich dort eintragen, damit es zur Vorlage des Gesetzestextes im Landtag komme.
Seit langem beschäftige sich die BI mit der Bedrohung durch das grenznahe riskante tschechische Kernkraftwerk Temelin. Sie plädiere deshalb für besseren Katastrophenschutz. Deshalb schließe sie sich einem Brief der niederbayerischen Kollegen an, Staatssekretär Florian Pronold aufzufordern, Katastrophenschutzübungen zur Jodverteilung durchzuführen. Aktionen dazu gäbe es im zweiten Halbjahr.
Der auch in Weiden sehr erfolgreiche Kinofilm Wackersdorf erscheine im Februar auf DVD. Wer ihn noch nicht gesehen habe und wer ihn nochmal sehen möchte, habe am 22. Februar die Möglichkeit hierzu bei einem öffentlichen gemeinsamen Filmabend beim Kunstverein Weiden. Beginn ist 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Zu den alljährlichen Gedenktagen der noch immer andauernden Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl sind am 9. März und 27. April wieder Mahnwachen geplant. In diesem Rahmen solle ein weiterer Filmabend direkt am Tschernobyl-Jahrestag, 26. April, gezeigt werden. Voraussichtlich der WAA-Film "Spaltprozesse".
Der Höhepunkt des Frühjahrs dürfte eine gemeinsame Veranstaltung mit der bundesweit tätigen Organisation "Ausgestrahlt" werden. Im Mittelpunkt stehe das Granitvorkommen, das seit vielen Jahren Thema in der Region und in den letzen drei Jahren sehr konkret in den Fokus gerückt sei. Mit dem Thema "Ein sicherer Ort? Atommüll-Lagersuche im Oberpfälzer Wald" werde Helge Bauer im Rahmen seiner Vortrags-Tour am 28. März im Weidener "Stadtkrug" Station machen. Beginn 19 Uhr.













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