13.10.2019 - 15:53 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gesetzliche Rente und Impfungen

Gegenüber dem Vorjahr sind nicht mehr ganz so viele Mitglieder im VdK Rothenstadt beheimatet. Die sind aber treu: Bei der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim St. Marien gibt es eine Vielzahl von Ehrungen.

Vorsitzender Karl Stöckl (rechts stehend) ehrt langjährige Verbandsmitglieder. Herbert Kühner (vorne rechts sitzend) etwa ist mit seinen 88 Jahren schon 60 Jahre beim VdK.
von Reinhard KreuzerProfil

Für die Verbandszugehörigkeit gab es eine Urkunde und auch einen Blumenstock. Doch gekommen waren nicht alle, die ein rundes Jubiläum im VdK Rothenstadt mit den angeschlossenen Ortschaften Pirk, Schirmitz und Etzenricht begehen konnten. In seinem Rückblick nannte Vorsitzender Karl Stöckl, dass die Muttertagsfeier und auch die Weihnachtsfeier die herausstechenden Veranstaltungen des Jahres sind. Damit sich die Mitglieder öfters sehen, will der Vorstand nun alle vier Wochen einen Dämmerschoppen einrichten. Wann dieses das erste Mal passieren wird, steht noch offen. Derzeit hat der Verband 470 Mitglieder.

Kreisvorsitzender Josef Rewitzer thematisiert in seinem Referat vor den Mitgliedern das Thema „Rente für alle“. So unterstrich die Forderung des VdK, dass alle Menschen eine gerechte, gesetzliche Rente bekommen müssten. Dazu muss das deutsche Rentenversicherungssystem für die Zukunft fit gemacht werden. Die Kampagne ist gestartet, damit diese soziale Gerechtigkeit greifen kann, davon ist der größte Sozialverband überzeugt. „Wir vertreten die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Politik. Leider nimmt die Armut im Alter drastisch zu, mehr als jeder zweite Rentner liegt unter 800 Euro" erläuterte Rewitzer. Arme Kinder, reiche Kinder, hier gäbe es eine Kluft. Es beginne bereits mit der Bildungspolitik. "Dazu kommt in einem immer stärkeren Maß die Wohnungssituation mit immer weniger bezahlbare Wohnungen."

Weiter verlange der VdK eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Schlüssel zur Bekämpfung von Einkommensarmut vor allem bei Frauen und Alleinerziehenden. Worüber sich Pflegebedürftige freuen können, ist das Landespflegegeld, das jetzt ausgezahlt werden soll. Anspruch haben Pflegebedürftige in Bayern ab Pflegegrad zwei.

Erfreulich sei auch, dass der Mitgliederstand bayernweit angestiegen ist. „Das ist höchst erfreulich, andererseits besorgniserregend, denn diese Neumitglieder haben Angst und suchen Schutz und Hilfe bei uns. Das bring auch eine Überlastung der angestellten Mitarbeiter mit sich“.

Zur Benachteiligung von Menschen mit Behinderung meinte er, sollte festgeschrieben sein, dass diese Menschen ein Recht auf Teilhaben von „Ohne Barrieren“ haben. Bisher ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt ein „stumpfes Schwert“. Der VdK fordert, dass eine barrierefreie Gesundheitsversorgung sichergestellt werden sollte.

Mit einem weiteren Referat kam Stadtrat und Arzt Matthias Loew. Er referierte zum Thema „Ist impfen was für Kinder oder auch für Erwachsene“. Bei uns in Deutschland seien Kinder meistens geimpft gegen Masern, Diphtherie, Keuchhusten und auch Polio oder Röteln. Aktuell für Erwachsene jedoch stehe die Impfung gegen Pneumokokken, Influenza und Windpocken, hier insbesondere der Gürtelrose im Vordergrund. Dazu gab er umfassend Auskunft.

Ehrungen:

VdK-Vorsitzender Karl Stöckl ehrt mit einer Urkunde für 70 Jahre Mitgliedschaft Maria Moder, für 60 Jahre Herbert Kühner (sitzend rechts) und weiter für 30 Jahre Herbert Kroll, Wilhelm Weiss und Rita Bäumler. Ein Vierteljahrhundert sind Martina Teichmann, Peter Kleber, Silvia Sommer, Wolfgang Rother und Angela Baldauf im Verband. Magdalena Mühlbauer, Willibald Stade, Hans-Jürgen Beimler, Justin Kick, Irene Stöckl, Hedwig Eggmeier und Tobias Mattes wurden für 20 Jahre, Jürgen Kraus, Thomas Gleißner, Susi König, Waltraud Reichelt, Nicole Schäfer, Beate Schlecht, Guido Dittrich, Dieter Münchmeier, Hubert Forster, Edwin Hartwich, Helga Hartwich, Georg Baier, Christian Müller, Ramona Behr, Bernhard Ertl, Hildegard Sichert, Ingeborg Schönberger, Hans Spitzkopf, Franz Thanner, Rainer Cwienk, Karl Köstler, Manfred Kapsner, Ilona Ulbrich, Georg Wolfrath, Eduard Bayerl, Albert Weiß und Werner Neumann für 10 Jahre geehrt.

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