30.06.2019 - 12:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Goldene Hochzeit" groß gefeiert

Die Partnerschaft zwischen Weiden am See und Weiden in der Oberpalz lebt in besonderer Weise: ln 50 Jahren sind viele echte Freundschaften entstanden. Seit Freitagabend feiern die Am Wochenende "Partner" ihre "Goldene Hochzeit".

Die Preisträger für Verdienste um die Städtepartnerschaften und Europa aus Weiden am See: Walter Karner, Josef und Elisabeth Enz, Dr. Michaela und Kurt Haas (von links) zusammen mit Bürgermeister Wilhelm Schwartz und OB Kurt Seggewiß (hinten) sowie den Bürgermeistern Jens Meyer und Lothar Höher (ganz rechts).
von FSBProfil

"Goldene Hochzeit" zwischen Weiden in der Oberpfalz und Weiden am See: Zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum fand am Samstagvormittag in Weiden ein beeindruckender Festakt mit Ansprachen, Partnerschaftserneuerung, Verleihung des Preises der Stadt und Einträgen ins Goldene Buch statt.

Besondere Jubiläen

Kurz davor präsentierte sich die Folkloregruppe "Li Pistacoppi" aus Macerata, die ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Ebenfalls ein Jubiläum zu begehen hatte Dechant Franz Unger aus Weiden am See, der vor 50 Jahren am Festtag Peter und Paul zum Priester geweiht worden war. OB Kurt Seggewiß überreicht ihm ein Marienbild. Zudem feiert das See-Weidener "Winzerquartett" seinen 50. Besuch in Weiden. Und schließlich hatte Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz, die locker und souverän die Veranstaltung moderierte, ihren Namenstag. Unter den vielen Gästen begrüßte sie besonders die Bürgermeister aus den Partnerstädten und -gemeinden. Ein Extra-Gruß galt der mit zwei Bussen angereisten 100-köpfigen österreichischen Delegation - von Bürgermeister Schwartz passend zum Jubiläum in "50 Paare" umbenannt.

Seggewiß hob in seiner Festansprache die tiefe Beziehung mit der burgenländischen Gemeinde hervor, die einfach nur Freude mache. Er ließ die 50 Jahre Partnerschaft Revue passieren. Als 1969 durch Adolf Schuster erste Kontakte geknüpft wurden, habe niemand ahnen können, welch freundschaftliches Verhältnis zwischen den Bürgern und Vereinen entstehen würde. Gegenseitige Besuche wie beim Bürgerfest und der Weintaufe seien fester Bestandteil der Partnerschaft.

Schon 1974 fanden 3 000 Liter Wein ihren Weg in die Oberpfalz und auch diesmal kamen 3 000 Flaschen Jubiläumswein im Bauhof an. Als Dank versprach Seggewiß die Bepflanzung im neuen Kinderspielplatz in Weiden am See. 1977 wurde im Kulturzentrum Hans Bauer der Burgenlandkeller eingeweiht. Nun appellierte Seggewiß an die Stadträte, diesen zu sanieren. Die Bürgermeister Tobias Denk (1990), Karl Millner (2009) und Wilhelm Schwartz (2013) wurden zu Ehrenbürger der Stadt ernannt, eine Ehre, die bald Lothar Höher und Seggewiß in der Partnergemeinde zuteil wird.

Bürgermeister Wilhelm Schwartz nannte den Festakt einen Anlass, dankbar zurückzublicken, sich über die Gegenwart zu freuen und hoffnungsvoll der Zukunft entgegenzusehen. Die gelebte und generationenübergreifende Partnerschaft stehe auf einem festen Fundament und erfülle ihn mit Stolz. Doch man dürfe sich nicht auf historischen Erfolgen ausruhen, sondern müsse im Kleinen wie in ganz Europa das Erreichte bewahren und weiterentwickeln und die Herausforderungen meistern.

Danach unterzeichneten Schwartz und Seggewiß die Urkunden zur Erneuerung der Partnerschaft, als Zeichen für ein friedliches Zusammenleben in Europa. Für Verdienste um die Städtepartnerschaften und Europa verlieh die Stadt Weiden drei Preise an Bürger aus Weiden am See: an Elisabeth und Josef Enz, deren Gastfreundschaft in der Pension "See-Panorama" legendär ist, an das Ehepaar Dr. Michaela und Kurt Haas, das unermüdlich für die Partnerschaft arbeitet, und an Walter Karner, der die Oberpfälzer Gäste immer herzlich betreut. Schließlich trugen sich die Ehrengäste und Anwesenden in das Goldene Buch der Stadt ein. Zum Schluss gab es noch Blumen für die Ehefrauen der "Oberhäupter", die wegen den anfallenden Arbeiten für die Partnerschaft auf ihre Männer öfters verzichten mussten: Hermine Schwartz und Maria Seggewiß.

Die Ehrengäste aus Weidens Städtepartnerschaften stehen bereit für den Eintrag in das Goldene Buch.
Bürgermeister wilhelm Schwartz unterzeichnet die urkunden zur Erneuerung der Partnerschaft
Gratulation zur Priesterweihe vor 50 Jahren für Dechant Franz Unger.
Moderatorin Petra Vorsatz (rechts) überreicht Blumen an Maria Seggewiß (links) und Hermine Schwartz (Mitte).
Weiden bleibt Weiden:

Europäisches Städtepartnerschaftsensemble spielt auf

Für die musikalische Gestaltung sorgte eine wohl in der EU einmalige, multikulturelle Truppe, das „Europäische Städtepartnerschaftsensemble“. Unter Organisator Franz Lahm spielten Musiker des Weidener Blechbläser-Ensembles, des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad und Kurt Fuhrmann aus Weiden am See. Lahm verband nach den Hymnen Europas, Österreichs, Deutschlands und Bayerns zwischen den einzelnen Höhepunkten des Festakts klassische Musik beider Länder miteinander: die „Festmusik No. 1“ von Karl Pilß (1902 – 1979), komponiert für die Eröffnung des Wiener Opernballes und der Salzburger Festspiele, den „Antonius-Choral“, in dem er bravourös Wiener Klassik von Joseph Haydn mit Romantik von Johannes Brahms verknüpfte, und einen Auszug aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“. Ehe die Stadt zum Schluss zum Mittagessen einlud, gab es als „musikalische Überraschung“ den Marsch „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel, den Lahm in „Weidn bleibt Weidn“ oder „D’ Wein bleibt d’ Wein“ umformulierte.

Temperamentvoller Auftakt im Foyer mit der Folkloregruppe "Li Pistacoppi" aus Macerata. Der Kreis der Tänzer erweiterte sich recht schnell mit einigen der Ehrengäste.
Bürgermeister Wilhelm Schwartz bei seiner Festansprache.
Volles Haus zum Festakt.
Partnerschaft mit Weiden am See

 

 

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