19.08.2018 - 15:39 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Große Geburtstagsfeier für eine Hütte

Zwei gute Gründe zum Feiern: Ins traditionelle Turmfest bindet der Oberpfälzer Waldverein das 30. Jubiläum der neuen Strobelhütte ein. Und die Gäste kommen in Scharen zum Vierlingsturm.

Ein OWV-Mitglied zelebriert den Gottesdienst: Monsignore Andreas Uschold (vorne, rechts). Der Männergesangsverein Pirk unter Leitung von Joseph Frischholz begleitet die Messe musikalisch.
von Reinhard KreuzerProfil

Bereits zur 10-Uhr-Festmesse pilgerte eine überwältigend große Schar Menschen vor das Pavillonzelt. Der Männergesangsverein Pirk, der den Gottesdienst unter Leitung von Joseph Frischholz begleitete, eröffnete mit „Singt dem Herrn ein Lied“. Vor dem Wurzelholzkreuz auf dem Altar feierte OWV-Mitglied Monsignore Andreas Uschold den Dankgottesdienst. Nach dem Zwischengesang „Seht Marias Bildnis strahlen“ erinnerte Uschold daran, dass die Zeit sehr kostbar sei. „Sind wir daher auch willens, die Zeit miteinander zu verbringen." Diejenigen, die sich Zeit nähmen, in die Gemeinschaft einzutauchen wie gerade zum heutigen Jubiläum, machten sich ein großes Geschenk - denn Zeit sei ein Geschenk. Die Lesung sprach Alois Lukas, Vorsitzender des OWV-Zweigvereins Weiden. „Großer Gott, wir loben dich“ sangen Chor und alle Gottesdienstbesucher zum Abschluss.

Danach setzten sich die Gäste und Besucher, die teils mit dem Fahrrad, teils zu Fuß vom Parkplatz zum Vierlingsturm gekommen waren, gemütlich zum Weißwurstfrühstück zusammen. Vorsitzender Alois Lukas stellte derweil die Geschichte der Strobelhütte vor, die nun drei Jahrzehnte alt ist. Erst kürzlich wurden wieder enorme Reparaturen vorgenommen.

Im Sommer 1988 war mit dem Neubau begonnen worden. Im Juli nahmen die OWV-Mitglieder sowie viele Wanderer und Besucher beim Turmfest Abschied von der alten Strobelhütte. Einen Monat später räumte die Baufirma Prem sie ab. Weitere zwei Wochen danach war der Keller betoniert, was sich nicht so einfach gestaltete. Denn der Untergrund war mit einem gewachsenen Fels durchzogen, der für das Vorhaben weggesprengt werden musste. Aber dieses Hindernis wurde beseitigt und die Balken für die neue Blockhütte ohne Verzögerung aufgestellt.

Am 28. September 1988 fand das Richtfest statt, nach weiteren zwei Monaten war der Innenausbau fertig gestellt. Durch den intensiven Einsatz aller Beteiligten konnte am 24. November 1988 die 16 Meter lange und 11 Meter breite Blockhütte ihrer neuen Bestimmung übergeben werden. Der damalige Vorsitzende Hans Sperrer und seine Vorstandschaft hätten damit einen Beweis geliefert, wie sehr ihnen die Öffentlichkeitsarbeit am Herzen liege. Nach 21 Jahren guter Bewirtschaftung hörte Hans Dietl auf. Es folgten erst Annemarie Wenzl aus Weiden, dann die Familie Kick aus Vohenstrauß.

Alois Lukas: „Da auch eine neue Hütte ins Alter kommt, erhielt diese im Jahre 2002 einen neuen Außenanstrich. Wie schon oft in der Geschichte des Zweigvereins waren es die guten Geister des Vereins, die halfen, sie wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen." Im Frühjahr 2010 seien sich Vorstand und Hüttenwart Johann Fröhlich einig gewesen, das an manchen Stellen undichte Dach zu erneuern. Heuer folgte nun nach einem Wasserschaden die Renovierung“.

Gesellig saßen die Gäste bis in den Nachmittag zusammen. Beim Festbetrieb gab es bei herrlichem Wetter noch Kaffee und Kuchen. Für gute Laune sorgten die "Wirtshauseck Musi" mit Claudia und Hugo Wittl und Johann Fröhlich ‒ buchstäblich: Die "Gut-gelaunt-Polka" und die "Schwarzbier-Polka" hoben die Stimmung. Es gab Leckeres vom Grill, weitere Schmankerln und süffiges Bier.

Schon am Dankgottesdienst am Sonntagvormittag nehmen zahlreiche Besucher unter dem Schatten spendenden Zeltdach teil.
Die Schmankerln sind heiß begehrt – auch beim ehemaligen OWV-Chef Hans Sperrer (2.v.r.)
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