KAB-Diözesanvorsitzender Willi Dürr nutzte beim Treffen des Kreisverbandes in Cafe Mitte die Gelegenheit, die Verdienste seines Verbandes herauszustellen. „Wir haben uns in den vergangenen 15 Jahren gewaltig eingebracht und für die soziale Gerechtigkeit gekämpft“, sagte Dürr. „Ein ganz wichtiger Faktor war der Mindestlohn.“
Nach wie vor werde bundesweit die Rente diskutiert. Die Grundsicherung sei eine der wichtigsten Forderungen der KAB. „Vor allem wenn man sich an das Cappuccino-Modell erinnert“: Espresso die Sockelrente, Milchkaffee die Erwerbstätigen-Versicherung und Milchschaum die betriebliche und private Vorsorge. „Momentan sind wir hier auf einem guten Weg.“
Denn die KAB unterstütze die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung von Arbeitsminister Hubertus Heil. „Wir brauchen nicht noch mehr Bürokratie. Und die Rentenversicherung hat ja alle Unterlagen. Die wissen ganz genau, wie viele Menschen bei uns eine Grundsicherung brauchen, weil sie einfach zu wenig haben. Da braucht man nicht extra die Bürger anzuschreiben und nachzufragen: Teil mir mit, wie viel du hast."
„Das ist zwar teuer, aber das Modell ist finanzierbar. Wenn man bedenkt, was wir im Moment für die Rüstung ausgeben müssen, bloß um dem nachzukommen, was die Europäische Union und die Amerikaner verlangen.“ Dürr: „Diese Milliarden den Menschen zu geben, die arbeiten, ist richtiger.“ Natürlich müssten noch einige „Tendenzen“ im Modell verwirklicht werden, damit man nicht diejenigen vor den Kopf stoße, die ihr Leben lang gearbeitet in die Rentenkassen eingezahlt hätten.
„Das kann sich die jetzige Koalition auch gar nicht leisten, so zu tun, dass jeder das gleiche bekommt, egal ob er eingezahlt hat oder nicht." Da seien noch einige Hausaufgaben zu machen. Ein weiterer Punkt war die vom KAB-Kreisverband Weiden einst losgetretene Forderung nach einer Mütterrente. „Auch wenn die noch nicht ganz so umgesetzt ist, wie wir uns das vorgestellt hätten."
Miteinander an einem Strang ziehen, forderte Dürr, als es ums Thema Armut in Deutschland ging, die seiner Überzeugung nach weiter voranschreite. „Einiges haben wir erreicht. Aber nicht alles.“ Momentan kämpfe man auf dem Gebiet der Arbeit 4.0. „Die Änderungen in der Arbeitswelt werden uns alle betreffen. Da müssen wir die Finger in die Wunde legen, damit die Menschen über die Mitbestimmung nicht hinten runterfallen.“













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