Als Günter Stalinski im Frühjahr 2008 mit 66 Jahren den Grünen beitrat, habe er das nicht getan, um die Partei als passives Mitglied zu unterstützen, sondern weil er wirklich etwas verändern wollte. So schreiben es die Grünen Weiden in einer Pressemitteilung. Er habe sich von Anfang an mit Haut und Haar in die grüne Politik gestürzt – und von dem Tag an zu Hause eine rot-grüne Koalition gelebt, denn seine Frau ist in der SPD aktiv. Jetzt sei Günter Stalinski überraschend im Alter von 85 Jahren gestorben.
Günter Stalinski stammt laut der Mitteilung aus Ostpreußen, wuchs bei Hannover auf und landete früh berufsbedingt in Düsseldorf, wo er seine Frau kennengelernt und 1975 geheiratet hat. Der Betriebswirt sei schon ein paar Jahre freiberuflich für Conrad Electronics in Wernberg tätig gewesen, als der damalige Conrad-Geschäftsführer Gert Rippel ihm angeboten habe, fest zu dem Wernberger Unternehmen zu wechseln und nach Weiden zu ziehen. Stalinski schlug ein. Seine Frau Doris wechselte zu WiC Weiden. Fortan schrieb er für Conrad Programme, bis er in Rente ging.
Für die Grünen angeworben hat Stalinski nach Angaben der Grünen die langjährige Grünen-Stadträtin Gisela Helgath. Stalinski hat seither auch selbst immer wieder auf der Grünen-Liste für den Stadtrat kandidiert. Im Kreisverband Weiden übernahm er bald das Amt des Schriftführers; als solcher kümmerte er sich jahrelang nicht nur um Einladungen und Protokolle, sondern auch um die Presse. In Wahljahren war er als Wahlkampfmanager derjenige, der seiner Partei die Regularien abnahm. Geschätzt war er den Grünen zufolge überdies als kritischer Beirat der Stadtratsfraktion. Stalinski hat auch in diesem Jahr noch einmal auf der Grünen-Liste kandidiert.
Bekannt war Günter Stalinski für seine grüne Mülltonne, die er bei nahezu allen Veranstaltungen der Grünen dabei hatte. Die Mülltonne stand für all das, was weg sollte. In die Tonne warf zum Beispiel Toni Hofreiter ein Foto eines SUV, der inzwischen verstorbene Landesvorsitzende Sepp Daxenberger beförderte Gen-Food hinein, Claudia Roth den Transrapid.
"Den Grünen hat Günter Stalinski sein Herzblut gewidmet, aber er hatte noch Kapazität für andere", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Er habe ein Jahrzehnt der Siedlergemeinschaft am Fischerberg vorgestanden und habe jahrelang eine Herzsportgruppe geleitet. Stalinski hinterlässt seine Frau Doris und Sohn Tom. Die Trauerfeier findet am Montag, 2. März, um 13.30 Uhr am Waldfriedhof statt.
Erstellt auf Grundlage von Informationen der Grünen Weiden und KI-Auswertung.













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