Weiden in der Oberpfalz
11.12.2018 - 18:07 Uhr

Hammerl folgt auf Hubmann

Männer ticken anders, ist Nicole Hammerl überzeugt. Die hätten sofort "ja" gesagt. Sie selbst aber plagen Selbstzweifel. Und sie überlegt lange, bis sie dann doch die neue Herausforderung annimmt. Jetzt aber voll und ganz, mit viel Freude.

Im März nächsten Jahres tritt sie nach vorn. Die 40-jährige Nicole Hammmerl wird als Leiterin des Rechtsdezernats Nachfolgerin von Hermann Hubmann, der mit 66 Jahren in Pension geht. Bild: Gabi Schönberger
Im März nächsten Jahres tritt sie nach vorn. Die 40-jährige Nicole Hammmerl wird als Leiterin des Rechtsdezernats Nachfolgerin von Hermann Hubmann, der mit 66 Jahren in Pension geht.

(vok) Im nichtöffentlichen Teil der Jahresschluss-Sitzung hat der Stadtrat am Montagabend beschlossen, die 40-jährige Nicole Hammerl zur neuen Rechtsdezernentin zu befördern. Sie folgt ab 2. März nächsten Jahres auf ihren bisherigen Chef, den Berufsmäßigen Stadtrat Hermann Hubmann, der dann aus dem Amt scheidet und mit 66 Jahren in Pension geht. Das Dezernat 3 umfasst künftig das Rechtsamt, das Umweltamt und das Amt für öffentliche Ordnung. Ausgegliedert wird der Sozialbereich in ein Dezernat 5 (Familie und Soziales). Dieses wird ab März von Wolfgang Hohlmeier geleitet.

Hammerl ist die erste Frau an der Spitze des gewichtigen Rechtsdezernats. Sie ist eine gebürtige Weidenerin und am Hammerweg aufgewachsen. Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium und dem Jura-Studium in Regensburg war ihr Ziel schon immer der öffentliche Dienst. Gern wäre sie auch Richterin geworden, aber, wie sie freimütig einräumt, dafür habe der Notenschnitt nicht ganz gepasst. So landete sie über den Landkreis Neustadt bei der Arge, dem heutigen Job-Center. Zwei Jahre später wurde sie im Oktober 2008 bei der Stadt Weiden stellvertretende Rechtsdezernentin.

Beim Blick durch Hammerls Büro fallen immer wieder rote Farbtupfer auf. Bis hin zum Mouse-Pad am Computer. Schnell wird deutlich, dass hier die Symbolik des FC Bayern München eine große Rolle spielt. Und tatsächlich: Die Juristin ist ein glühender Fan des Münchener Topclubs. Der Samstagnachmittag ist deshalb für Fußball reserviert, und wenn's bei Kimmich und Lewandowski nicht so läuft, können auch mal Tränen fließen. In der aktuellen Saison ist Hammerl oft verärgert. Sie sieht eine überalterte und satte Mannschaft, bei der die Verantwortlichen es versäumt hätten, den Generationswechsel voranzutreiben. Die Fußball-Begeisterung hat sie vom Papa, mit dem sie immer Sportschau geguckt hat. Selbst macht sie bei der VHS Sport: Step-Aerobic und Fitness-Workout. Ansonsten kümmert sich Hammerl intensiv um die 85-jährige Oma. Und sie reist gern, bevorzugt nach Asien, wo sei die fremden Kulturen reizen und sie die höflichen Menschen beeindrucken. Diese neigen auch nicht zu überstürzten Entscheidungen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.