Weiden in der Oberpfalz
16.01.2019 - 16:31 Uhr

Handball-WM live im Jugendzentrum erleben

Auf den großen Wurf hofft Jacqueline Roy. Sie stellt Weidens erstes Handball-Public-Viewing mit auf die Beine, das diesen Donnerstag im Jugendzentrum steigt.

Jacqueline Roy lädt zum Handball-Public-Viewing. Bild: exb
Jacqueline Roy lädt zum Handball-Public-Viewing.

Welche Stimmung die deutschen Handballer bei der Heim-WM entfachen, hat Jacqueline Roy hautnah miterlebt: als Zuschauerin bei der Gala gegen Brasilien in der Berliner MB-Arena. Nun hofft die Vorsitzende des Jugendfördervereins des Handballclubs Weiden auf einen großen Wurf in der Heimat. Diesen Donnerstag steigt das erste große Handball-Public-Viewing in der Max-Reger-Stadt. Beginn ist um 17 Uhr im Jugendzentrum, als Veranstalter treten der HC, das Juz und der Förderverein auf.

ONETZ: Dass Public-Viewing beim Fußball funktioniert, wissen wir. Was macht Sie so sicher, dass das auch beim Handball klappt?

Jacqueline Roy: Unser Slogan lautet ja: Was die Fußballer können, können wir schon lange! In der Vergangenheit haben wir uns mit Kindern und Eltern schon öfter getroffen, um gemeinsam Handball zu schauen. Das hat immer gut funktioniert. Und es hieß: Warum ziehen wir das nicht mal größer auf? Weil wir kein Vereinsheim haben, gehen wir dazu ins Juz.

ONETZ: Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Jacqueline Roy: Zwischen 80 und 100. Je mehr, desto besser für den Umsatz. Der Eintritt ist frei, aber das Juz bietet Getränke an und wir steuern Imbiss wie Leberkässemmeln bei. Das Spiel übertragen wir mit einem Beamer auf eine Großleinwand.

ONETZ: Warum die Begegnung gegen Serbien und nicht schon die gegen Weltmeister Frankreich?

Jacqueline Roy: Weil das Frankreich-Spiel erst um 20.30 Uhr begonnen hat. Wir wollen ja möglichst viele Kinder und Jugendliche mit ins Boot holen.

ONETZ: Geht es Ihnen dabei auch um Nachwuchswerbung?

Jacqueline Roy: Das wäre das i-Tüpfelchen, wenn das gelänge. In den Medien wird die WM ja extrem gepusht. Wir hoffen natürlich, dass da für uns auch was hängenbleibt.

ONETZ: Wie ist es um den Nachwuchs beim Handballclub bestellt?

Jacqueline Roy: Wir haben 100 bis 120 Kinder und Jugendliche. Bei den 12- bis 16-Jährigen klafft jedoch eine Lücke. Sportarten wie Fußball, Tennis und Schwimmen sind da offenbar populärer, auch die Schule ist in dem Alter ein großes Thema.

ONETZ: Fürs ein spannendes Public-Viewing wäre eine Niederlage gegen Frankreich günstig gewesen. Dann hätten die Deutschen gegen Serbien unbedingt gewinnen müssen. Haben Sie darauf gehofft?

Jacqueline Roy: Nein, nein! Ich habe die Daumen für einen Sieg gedrückt. Dann dieser bittere Ausgleich in der letzten Sekunde. Gemein!

ONETZ: Was trauen Sie dem Team noch zu?

Jacqueline Roy: Halbfinale wäre mega. Ich würde es vor allem Trainer Christian Prokop wünschen. Extrem sympathisch, wie er immer wieder die Mannschaft in Entscheidungen einbindet.

ONETZ: Falls das Public Viewing erfolgreich ist – gibt es eine Neuauflage?

Jacqueline Roy: Ja, gleich beim nächsten Spiel.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.