22.08.2018 - 16:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Haube fürs Schätzlerbad?

Jetzt muss es schnell gehen, damit die Stadt eventuell noch in den Genuss von Fördergeldern für die Sanierung kommunaler Einrichtungen kommt. Sie bewirbt sich mit vier Projekten. Darunter auch das Schätzlerbad.

Für die Sanierung des Schwimmerbeckens im Schätzlerbad könnte es Fördergelder geben. Vielleicht auch für eine Überdachung, eine sogenannte Traglufthalle.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) In der beliebten Freizeiteinrichtung hat sich im Bereich der Schwimmbecken ein erheblicher Sanierungsstau gebildet. Stadtkämmerin Cornelia Taubmann nennt 1,9 Millionen Euro. Vor allem die "Beckenköpfe", die Überläufe und Plattenbeläge am Rand seien marode.

Hoffnung setzen die Stadträte - sie tagten wegen der Baustellen im Neuen Rathaus (wir berichteten) in den Räumen der Stadtwerke - auf Fördergelder aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". Das hat schon einmal funktioniert - bei der Sportstättensanierung der Realschulen. Nun wird das Programm für eine Laufzeit von 2018 bis 2022 neu aufgelegt.

Hans-Sauer-Schule dabei

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß spricht von einer "ehrgeizigen Geschichte", CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch nennt es einen "sportlichen Zeitrahmen" und SPD-Sprecher Roland Richter sieht "eine Riesenchance". Die Verwaltung schlug den Stadträten zunächst drei Maßnahmen zur Aufnahme in das Programm vor. Später wurden daraus vier.

Auf der Wunschliste steht die Pausenhof- und Spielplatzgestaltung der Hans-Sauer-Schule in Rothenstadt, bei der es vor allem um eine "Entsiegelung der Fläche" gehe, so Taubmann. Sie schlug vor, an die Maßnahmen die energetische Sanierung der Hans-Sauer-Schule mit dran zu hängen. "Allein hätte sie wenig Chancen auf Förderung."

Profitieren könnte auch das Schätzlerbad, das allein schon wegen seiner fast Hunderjährigen Geschichte und seiner Lage eine besondere Bedeutung für die Stadt und die Region habe, so die Kämmerin. Und sie hatte noch eine Idee, um das Programm "bestmöglich auszuschöpfen". Das Sportbecken könnte eine Überdachung, eine sogenannte Traglufthalle erhalten. So sei das Bad auch im Winter nutzbar. Der Architekt könnte die dafür erforderlichen Baumaßnahmen gleich mitplanen. 2019/20 könnte man loslegen.

Die Stadträte waren angetan. Für Richter ist die Traglufthalle eine "sinnvolle Idee" und ein "mögliches zweites Bad für die Vereine und Schulen", jetzt, da das Realschul-Hallenbad geschlossen sei. Handlungsbedarf sieht auch Pausch. Dazu sei das Schätzlerbad eine "viel zu wichtige Freizeiteinrichtung". Einigkeit herrschte in Bezug auf die Hans-Sauer-Schule. "Eine gute Wahl".

Schubladen-Projekte

Stefan Rank (Bürgerliste) brachte außerdem das JuZ und die Sportflächen der SpVgg ins Spiel. "Warum nicht auch die Pläne für die dort geplanten Umbauten einreichen? Das erhöht vielleicht die Chancen, dass wir ausgewählt werden." Für diese beiden Maßnahmen seien die Pläne noch nicht ausgereift genug, erwiderte Taubmann. "Die Verwaltung hat für das Bundesprogramm bewusst Projekte ausgewählt, von denen erste Pläne bereits in der Schublade liegen." "Gut, dass wir solche Schubladen-Projekte haben", sagte Pausch, und Grünen-Stadträtin Gisela Helgath warf noch ein weiteres in den Ring: "Warum nicht auch den Flurerturm mitsamt Milchladl einreichen?" Gesagt, getan. Und so wird die Kämmerin nun vier Maßnahmen für das Förderprogramm vorschlagen.

Dafür legt sie sich mächtig ins Zeug und ist sogar bereit, eine Nachtschicht einzulegen. Denn die Projektskizzen müssen fristgerecht bis 24. August eingereicht werden. Das geschieht online über das Förderportal des Bundes. Offenbar wollen von den zu vergebenden 100 Millionen Euro viele Kommunen etwas abhaben, denn die Webseite ist seit Tagen überlastet. Taubmann wollte die Formulare deshalb nachts abschicken. "Beste Voraussetzungen", fand der Oberbürgermeister.

Die Umläufe am Schwimmerbecken im Schätzlerbad müssen dringend saniert werden.

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