28.01.2019 - 10:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Heißer Sommer fordert Tribut bei Fischen

Die Nachricht „Tote Fische treiben auf dem Hammerweiher“ schreckt den Sportanglerbund am 5. August 2018 auf. Erste Vermutungen der Ursache reichten von Überbesatz und übermäßigem Anfüttern der Angler.

Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder stehen beim Sportanglerbund Weiden an. Vorsitzender Reiner Wolfrath (Zweiter von rechts) dankt für die Treue zum Verein.
von Autor rdoProfil

Der Grund war die letztlich Trockenheit mit zu geringem Wasserzufluss, die ihren Tribut forderte. Die Messungen zeigten übereinstimmend Sauerstoffmangel an, wie Vorsitzender Reiner Wolfrath vom Sportanglerbund (SAB) Weiden bei der Jahreshauptversammlung im Postkellersaal erläuterte.

Dieses Ereignis zeigte aber auch den hervorragenden Fischbestand im Hammerweiher Röthenbach, der nun aber erheblich geschmälert wurde. Insgesamt über 350 Zander aller Altersklassen mit einem Lebendgewicht von 400 Kilogramm mussten an die Tierkörperbeseitigungsanlage in Rothenstadt angeliefert werden. Das Schadensereignis fördert aber auch den Zusammenhalt von vielen Mitgliedern, die tatkräftig anpackten. Erst durch massiven Druck des Vorsitzenden beim Förderbeirat in München ist ein noch nicht bezifferbarer Ausgleichsbetrag zu erwarten. Auch dem THW und der Wasserwacht galt Petri Dank für ihren Einsatz, der Schlimmeres verhinderte. Der SAB ist finanziell gesund und die Gewässer gepflegt.

Einer der der Höhepunkte letztjährig war wieder einmal öffentlichkeitswirksam die Präsentation des Lebendaquariums beim Kinderbürgerfest. Das Arno-Blenz-Gedächtnisfischen zählte zu den beliebtesten Events. Zum Königsfischen kamen 38 Angler und erreichten ein Gesamtfanggewicht von 195.350 Gramm. Neuer Fischerkönig darf sich Reinhold Schrehardt mit einem Spiegelkarpfen mit 8,080 Kilogramm nennen. Sebastian Gebhardt ging als Jungfischerkönig mit 3,2 Kilogramm Fangergebnis hervor.

An das Zeltlager bei der vereinseigenen Kiesgrube in Pressath und das Wallerfischen erinnerte Jugendwartin Verena Wolfrath. Ein Ausflug führte zum Flughafen München und Besichtigung einer Fischzuchtanlage.

Bedingt durch oft beruflichen Wechsel nehme die Fluktuation bei den 465 Mitgliedern der Sportangler zu. Mit neun Todesfällen verzeichnete der SAB einen Höchststand. Fischereiaufseher Dieter Kneidl zeigte sich erfreut über die richtig und ohne Verstöße geführten Fanglisten. Er wies darauf hin, dass Angeln nur mit zwei Gerten im Wasser erlaubt ist.

Durch Besatzmaßnahmen nahm der SAB den Wiederaufbau der Bestände an Zander in unterschiedlicher Größe vor. Auch viele weitere Arten wurden gesetzt, berichtete der Gewässerwart Anton Bauer. Auch Fische aus dem Artenschutzprogramm wie Nasen und Barben kamen ins Wasser. Der Arbeitsaufwand betrug 580 Arbeitsstunden 2018 für Gewässerpflege und Besatz. Das Mähen von Dämmen, Sträucherrückschnitt, das Verfüllen von Biberlöchern sowie die Rama-Dama-Aktion mit dem Einsammeln von Unrat fanden statt. Dazu kamen noch 500 Stunden für Organisation von Fischerfest und Kinderbürgerfest. 13 Gewässerwarte sind zukünftig im aktiven Dienst.

Das Fischerfest an der Kiesgrube bei Pressath war ein großer Event, bei dem Walter Weich als überraschender Vereinsmeister vor Reiner Wolfrath siegte. Die angebotenen Schmankerln wie Grillforelle und Fischpflanzerl fanden regen Zuspruch.

Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten die Nadel in Silber: Ferdinand Fleißner, Peter Häffner, Stefan Hofmann, Bernhard Jäschke, Erhard Keck, Hans Kneidl, Rainer Lindner, Klaus Schumacher, Wolfgang Stieber, Harald Weber und Reinhold Westermann. Die Ehrennadel in Silber für besondere Verdienste erhielten Hans Lenuweit und Michl Schiffl.

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