17.05.2019 - 16:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Herz für Puppen

Puppendoktorin im Einsatz: Im Medienraum der Oberpfalz-Medien am Freitag leistete Ute Geier Erste Hilfe bei alten Puppen und Kuscheltieren.

Puppenärztin Ute Geier bei der Reparatur eines Puppenarms.
von plzkProfil

Es ist ein sehr seltener Beruf: Günter Geier war 56 Jahre lang als Puppendoktor aktiv, jetzt ist er im Ruhestand. Seine Frau Ute übernahm das den Arztkoffer des Puppendocs erst im vergangenen Jahr: "Alte Sachen sollten einfach erhalten bleiben."

Günter bezeichnet die Arbeit als "Liebe und Leidenschaft zu alten Dingen". Von abgebrochenen Armen und Beinen über herausgefallene Augen bis zu zerbrochenen Köpfen ist alles dabei. Für viele Kunden sind die Puppen Teil ihrer Kindheit: "Diese Puppen haben einfach einen emotionalen Wert", meinte Petra Neubert.

So eine Operation kann schon mal mehrere Tagen andauern, erklärte Ute Geier: "Es ist wie beim Menschen, nur dass kein Blut fließt." Besonders oft gäbe es Operationen bei Kuscheltieren autistischer Kinder, da diese sehr an ihren Spielgefährten hängen. Von modernen Puppen hält das Ehepaar aus Lisberg (Kreis Bamberg) nichts: "Für die neuen Puppen gibt es nicht mal Ersatzteile". Wenn den Patienten wirklich gar nicht mehr zu helfen ist, landen sie meist als Ersatzteile in Ute Geiers Werkstatt oder auf dem Puppenfriedhof.

Gerlinde Ross beobachtet die "Operation" ihrer Porzellanpuppe Heidi.
Ersatzteile der Puppenwerkstatt.
Puppenärztin Ute Geier bei der repariert zahlreiche Puppen.

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