29.06.2018 - 11:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

High-Tech selbst installiert

Der Sanitärtechniker von heute arbeitet mit Laptop und Tablet. Europaberufsschule hat aufgerüstet.

Noch wird von den Berufsschülern letzte Hand angelegt in der neuen Werkstatt der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik in der Europaberufsschule Weiden. Fachbetreuer Ulrich Krapf (Erster von rechts) überwacht alles
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Quantensprung für die Ausbildung zum Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik an der Europaberufsschule: Ab sofort verfügt dieser Fachbereich über modernste Technik. Seit vielen Wochen haben Schüler und Lehrer im Unterricht und in ihrer Freizeit die neuen Anlagen installiert. „Wir sind auch zu den Herstellern gefahren, um uns das nötige Know-how zu besorgen“, berichtet Fachbetreuer Ulrich Krapf. Er betreut das Projekt zusammen mit seinem Kollegen Fabian Hirmer. Installationskosten konnten so gespart werden und zugleich lernten die Schüler die Montage in allen Einzelschritten. Notwendig wurde laut Krapf die Neuausstattung, weil die neuen digitalen Technologien im Bereich Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik auch in der Praxis der Ausbildung abgebildet werden müssen. Alle installierten Geräte und Maschinen verfügen über einen Internetanschluss. Öl- und Gaswertbrenngeräte sind genauso dabei wie Anlagen für Lüftungstechnik. Noch in diesem Jahr soll auch die Biomassetechnik folgen. Laptop und Tablet werden zu selbstverständlichen Arbeitsmitteln für die früher als Heizungsbauer bezeichnete Berufsausbildung. Die digitalen Systeme ermöglichen Fehlersuche und Wartung aus der Ferne sowie die von vielen Kunden gewünschten Smart Home-Systeme. Möglich gemacht wurde dies alles durch Spenden aus der Wirtschaft. „Der Beruf wird immer anspruchsvoller und attraktiver“, sagt Krapf. Längst sei die Zeit des „alten Heizungsbauers“ vorbei. Krapf hofft auch, dass durch die neue Ausstattung der eine oder andere Bewerber zusätzlich auf diese Ausbildung aufmerksam wird. Schließlich suchen die rund 100 Heizungsbaubetriebe in der Region dringend Nachwuchs.

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