Weiden in der Oberpfalz
07.04.2019 - 15:51 Uhr

Höllisches Bühnenspektakel zum 20. Jubiläum von AC/DX

Heiß, eng und schweißtreibend geht es im Rockmusikclub "Salute" in Weiden am Wochenende zu. Zum 20-jährigen Bühnenjubiläum stehen die Musiker dem Original in nichts nach und sorgen beim Publikum für ausgelassene Feierstimmung.

Es gibt berühmte Originale und es gibt in der Oberpfalz nicht minder berühmte Kopien AC/DX ist so eine sonderbare Band. Klone, die wie ihre Vorbilder den authentischsten Heavy Metal spielen und deren Gitarrist Volki McAngus wie sein Vorbild Angus Young auf einer Schuluniform besteht. Die australische Echt-Gruppe ist seit 45 Jahren im Geschäft. Aber inzwischen zählen AC/DX selber zu den Veteranen.

Im „Salute“ feierten sie am Wochenende an zwei Tagen 20 Jahre Starkstrommusik. AC/DC ist ein Euphemismus für Bisexualität. Davon grenzt sich die Tribute-Band ab und ersetzte schon bei Bandgründung den letzten Buchstaben durch ein „X“. Die AC/DX-Variante brachte zweierlei: Keine Plagiatsvorwürfe und auch die sexuelle Ausrichtung war vom Tisch.

Frontmann Massi Leone kann also getrost zu "Moneytalks" seine AC/DX-Geldscheine ins Publikum schleudern und sich und seine Jungs rotzfrech für jeweils einen Dollar den Mädels anbieten. Der „Salute“-Saal ist proppenvoll. Eine Birthday-Party, die einfach hammermäßig ist. Die wenigen rot-blinkenden Teufelshörnchen machen daraus ein Höllenspektakel. Eine perfekt durchgestylte Show, in der manchmal auch ruhigere Töne erklingen.

Knüppelharte Musik mit schroffen Schnitten und wilden, rauen Shouts. AC/DX ziehen über Stunden alle Register zwischen Showeffekten und technischer Hochspannung. Aber sie haben auch eine gefühlvolle und erotische Seite. Wenn zum Beispiel „Whole Lotta Rosie“-Vamp die Bühne entert, eine gar nicht brave und auf Jungfräulichkeit bedachte dralle Dame, die sich mit aufgespritzten Lippen, ausladendem Po und viel "Holz vor der Hütten" an den Hals der Band schmeißt und auch mit Publikum turtelt.

Die Luft im Saal ist zum Kochen. Macht nix. Die explosive Show ist klasse, die Fans toben. Es ist einfacher, geradliniger Gitarrenrock, der ehrlich rüberkommt. Gut, dass es eine Pause gibt, um Sauerstoff zu tanken. Die abwechslungsreiche Performance beschränkt sich auf das Wesentliche. Wenigstens hämmert Massimo Leone auf die „Hells Bells“ ein. Das Publikum kann gar nicht genug kriegen von „Thunderstruck“ und „T.N.T“. Schließlich: „For those about to Rock“. Und die Begeisterung kennt keine Grenzen.

 
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