Ein Abend voller Musik, Erinnerungen und besonderer Geschichten: Am Donnerstagabend lud der Oberpfälzer Singer-Songwriter und Kulturpreisträger Hubert Treml zu einem Benefizkonzert in den „Kulturbahnhof Parapluie“ ein. Mit seinem Spezialprogramm „Apfelkuchen“ sorgte er für eine ganz besondere Atmosphäre. Der Erlös des Abends kam der OASE Weiden zugute, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert.
Treml hatte für das Konzert tief in die musikalische Schatzkiste seiner Anfangsjahre gegriffen. Im Mittelpunkt standen Lieder seiner ersten Band „Apfelkuchen“, die in den 1980er-Jahren zur Oberpfälzer Musikszene gehörte. Mit melodiösen und kraftvollen Songs im Dialekt, tiefgründigen Texten und einer gehörigen Portion Humor nahm Treml das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. Treml: „Schaumer mal wie’s wird. Ich g’frei mi wahnsinnig.“
Unterstützt wurde der Musiker an diesem Abend von Klaus Kuran an der Cajon. Gemeinsam ließen die beiden alte Songs neu aufleben und sorgten für zahlreiche heitere, aber auch nachdenkliche Momente.
Für die OASE war der Abend zugleich eine Reise in die eigene Geschichte. Die Gründer Ursula Weiß und Martin Hösl waren zur Feier gekommen. Hösl erinnerte dabei an das erste Rockfestival in Weiden vor 40 Jahren. Im April 1986 war es noch im Evangelischen Vereinshaus veranstaltet worden. Organisiert wurde das Festival von der Evangelischen und Katholischen Jugendstelle. Damals standen unter anderem die Bands „Apfelkuchen“, „Scannen“ und die Profi-Band „Second Face“ auf der Bühne. Eine besondere Anekdote: Nach dem Auftritt von „Apfelkuchen“ verließen rund 70 Prozent der Besucher den Saal. Die anschließend auftretenden Profis spielten vor deutlich gelichteten Reihen. Ein Mitglied von „Apfelkuchen“ war bereits damals Hubert Treml.
Ursula Weiß stellte die Arbeit der OASE vor. Die Einrichtung bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen und in schweren Lebenskrisen Unterstützung, Tagesstruktur, Beratung und Raum für Begegnung. Ein besonderer Dank galt schließlich Ramona Götz, die den „Kulturbahnhof Parapluie“ als Veranstaltungsort ausfindig gemacht hatte. Die intime Atmosphäre der Kleinkunstbühne erwies sich als passende Kulisse für Tremls musikalischen Abend.



















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