25.04.2019 - 17:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Intendant erklärt: Osterfestival wird weitergehen

War das 25. Osterfestival der Internationalen Jungen Orchesterakademie womöglich das letzte, weil es an Geld mangelt? Laut Professor Ulrich Schubert auf keinen Fall. Denkbar wäre allenfalls eine abgespeckte Version.

Blumen für die Sopranistin überreicht Wolfgang Jess, Präsident des Rotary-Clubs Weiden, der zu den Hauptsponsoren des Festivals zählt.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Daran will er allerdings jetzt noch keinen Gedanken verschwenden. "Wir sind noch mitten im Festival", erklärt er am Donnerstag auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Am 1. Mai geben die jungen Musiker aus aller Welt das letzte Konzert im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth. "Erst dann lässt sich Bilanz ziehen, wie das Jubiläum gelaufen ist. Danach stehen die Sponsorengespräche an." Und auf die kommt es an.

Für manch einen klang die Ankündigung am Ostermontag bereits wie das Aus für die komplette Veranstaltung. Dieser Ansicht widerspricht Schubert vehement. Dass es nicht leicht war, die Festivalreihe aufrecht zu erhalten, gesteht er ein. "Wir haben 10 Jahre gekämpft und das Festival so über Wasser gehalten." Nach dem Jubiläumskonzert würden nun die Sponsorenverträge auslaufen, von denen die meisten eine dreijährige Laufzeit hatten. Ab Anfang Mai will Schubert, er ist Intendant und zugleich Gründer und Vorsitzender der Stiftung Internationale Junge Orchesterakademie (IJOA), dann abklopfen, welche Sponsoren weiterhin dabei sind und in welcher Größenordnung. Ein Zuschuss vom Bayerischen Kulturfonds, wie zum Jubiläumskonzert, sei nicht zu erwarten. "Es müssten nicht nur die bisherigen Sponsoren weitermachen, sondern auch neue hinzukommen", sagt Schubert deshalb. "Am liebsten solche, die sich länger verpflichten." Dann wäre Planungssicherheit gegeben. Zu den Hauptsponsoren in der Region zählt neben der Sparkasse Oberpfalz Nord und den Vereinigten Sparkassen Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß der Rotary-Club Weiden. "Am Engagement der Weidener Rotarier liegt es nicht, wenn es Probleme gibt", sagt Präsident Wolfgang Jess. Der Club fördere die Veranstaltung seit 25 Jahren auf hohem Niveau.

Wohin der Trend geht, das werde sich - so Schubert - bis Ende Mai abzeichnen. Sein Wunsch wäre weiterhin die große Version. Sollten die Fördermittel nicht reichen, sei eine kleinere Variante denkbar. "Zum Beispiel ohne großes Symphonieorchester, dafür ein Blechbläserkonzert mit den fünf besten Musikern aus der Welt, die schon mal bei uns waren. Aber jetzt werbe ich erst mal für die große Version."

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