29.04.2021 - 17:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Inzidenzwerte unter 100: Schulen stehen vor Wechselunterricht

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Liegen die 7-Tage-Inzidenzen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100, dann dürfen Schüler in Weiden und im Kreis Neustadt/WN ab kommender Woche wieder in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht. Aber es gab Unklarheiten.

Bleibt die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter 100, dann gilt für alle Schüler in der Stadt Weiden und im Landkreis Neustadt/WN im Laufe der nächsten Woche Präsenz- und Wechselunterricht. Nicht nur die Schüler der Markus-Gottwalt-Schule in Eschenbach (hier ein Foto vom Schulbeginn) dürfte das freuen.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

In dieser Woche zeichnete sich ab, dass mit den sinkenden 7-Tage-Inzidenzen in der Stadt Weiden (seit Dienstag unter 100) und im Landkreis Neustadt/WN (seit Mittwoch unter 100) ab der kommenden Woche Lockerungen im Schulbetrieb möglich werden. Das beträfe neben den bereits in Präsenz befindlichen Abschlussklassen der Gymnasien (11. Klassen und Q12.), den Fachoberschulen und den vierten Klassen alle Schüler der weiteren Jahrgangsstufen, die dann seit Mitte Dezember das erste Mal wieder Präsenz- bzw. Wechselunterricht mit Mindestabstand, Test- und Maskenpflicht hätten.

So wird gerechnet

Entschieden wird das nicht, wie bisher, am Stichtag Freitag, der für die Folgewoche maßgebend war, sondern durch eine angepasste 12. Bayerische Infektionsschutzverordnung (Stand 27. April 2021). Nach deren Vorgaben könnte in Weiden ab Montag, 3. Mai, Wechselunterricht gelten. So wird gerechnet: Dienstag (1. Tag unter 100), Samstag (5. Tag), dann erscheint die amtliche Bekanntmachung, und ab übernächstem Tag (Montag) gilt die neue Regelung. Für die Schulen im Landkreis Neustadt/WN, dessen 7-Tage-Inzidenz seit Mittwoch unter 100 liegt, würden die Lockerungen demnach ab Dienstag, 4. Mai, gelten. Der entscheidende 5. Tag wäre hier der Sonntag.

Die Stadt Weiden und das Landratsamt Neustadt/WN als zuständige Kreisverwaltungsbehörden haben noch am Donnerstag jeweils über ihre Pressestellen mitgeteilt, dass sie sich an ein Schreiben des Bayerischen Kultusministeriums vom Mittwochabend halten, das von „fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter Schwellenwert“ spricht.

Bundesverordnung irritiert

Kurz sah es so aus, als wenn die Schulen erst zwei Tage später hätten „öffnen“ dürfen. Warum? „Das Problem war, dass wir nicht wussten, was gilt“, sagen Thomas Kreuzer, stellvertretender Schulleiter am Augustinus-Gymnasium in Weiden, und der Schulleiter am Eschenbacher Gymnasium, Peter Schobert, auf Nachfrage. „§28 der Bundesverordnung zur Bundes-Notbremse weicht von der Bayerischen Infektionsschutzverordnung dahingehend ab, dass von fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Rede ist“, sagt Kreuzer. „Da kennt sich doch niemand mehr aus.“ Sowohl er als auch Schobert erhofften sich eine einheitliche Entscheidung, um endlich Klarheit zu haben. Schließlich müssen die Eltern beizeiten informiert, die neuen Stundenpläne verschickt werden, genügend Räume zur Verfügung stehen, die Schulbusse organisiert werden und mehr.

Am Augustinus-Gymnasium mit rund 760 Schülern würden ab nächster Woche zum Beispiel knapp 1500 Schnelltests nötig, so Kreuzer. Offene Ganztagsschule, Sport und Wahlunterricht fänden wieder statt. Er freue sich auf mehr Leben im Schulhaus.

Knapp 725 Schüler sind es in Eschenbach. „Davon sind aber ja nicht alle gleichzeitig da. Und die 107 Abiturienten gehen nächste Woche in die ersten Prüfungen. Mit Mehrzweckhalle und Mensa zusätzlich würden alle Klassenzimmer genutzt. Schobert hofft, dass die Inzidenz niedrig bleibt. „Ein positives Zeichen, dass anscheinend auch die Impfungen Wirkung zeigen.“

Schulbetrieb nach der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (v. 27. April 2021)

  • Überschreitet an drei aufeinanderfolgenden Tagen die vom RKI veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den maßgeblichen Schwellenwert (100 in Bayern), so treten neue Maßnahmen ab dem übernächsten darauf folgenden Tag in Kraft.
  • Unterschreitet an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den maßgeblichen Schwellenwert, so treten die entsprechenden Maßnahmen ab dem übernächsten Tag wieder außer Kraft.
  • Die bisherige Stichtagsregelung, wonach allein der Inzidenzwert vom Freitag für den Unterrichtsbetrieb in der gesamten Folgewoche maßgeblich war, ist ab sofort durch die Neuregelung außer Kraft gesetzt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Wechsel zwischen den verschiedenen Unterrichtsformen auch während der Unterrichtswoche erfolgt.

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