09.07.2018 - 10:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

In Issy am Ball bleiben

"Ganz tolle Bewerbungen, ich kann es kaum fassen." So schwärmt Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz von der Resonanz auf die Ausschreibung für ein Freiwilligenjahr in Issy-les-Moulineaux. Ein junger Mann hat dabei besonders überzeugt.

Philipp Franz unterbricht sein Studium für ein Jahr Arbeit in Issy-les-Moulineaux.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

(phs) Philipp Franz aus Rothenstadt wird ab September zwölf Monate in der französischen Partnerstadt arbeiten. Er ist der allererste Weidener, der dieses neue Angebot nutzt. Der 23-Jährige studiert Lehramt für Gymnasien an der Uni Regensburg. Seine Fächer sind Spanisch und Französisch. Beim Auswahlverfahren setzte er sich gegen sieben weitere Bewerber durch. Nicht zuletzt, weil seine Vita auch die französischen Freunde beeindruckt hat.

Philipp war bereits 2007/08 schon mal in Issy, damals über einen Sportleraustausch mit der DJK. Für die kickte er im linken Mittelfeld. "Damals haben wir zu Hause 2:1 gegen die Franzosen gewonnen, aber dort haben sie uns 7:1 abgefertigt", erinnert er sich an Tage, die den Beginn einiger Freundschaften markierten.

"Frankreich hat mich schon immer interessiert und ganz besonders Paris." Daher hat ihn die Nachricht, ein Jahr am Stadtrand der Metropole zu arbeiten, gleich elektrisiert. "Meine Mutter hat es im NT gelesen und mir gezeigt. Ich hab gedacht, das wäre doch perfekt." Dafür gibt es gleich mehrere Gründe, erklärt der Augustinus-Absolvent: "Du tauchst in eine andere Kultur ein, arbeitest mit Jugendlichen, verbesserst die Sprachkenntnisse und hilfst deiner Heimatstadt." Der Freiwillige wird im Rathaus von Issy 30 Wochenstunden in den Abteilungen für Internationale Beziehungen und für Jugendarbeit arbeiten. Vom französischen Staat gibt es dafür Freiwillige 472,97 Euro im Monat.

Für Philipp sprechen unter anderem seine Mitarbeit beim Stadtjugendring, seine Erfahrung als Nachhilfelehrer und sein Engagement, das er in Regensburg zeigt. Dort betreut er eine peruanische Familie. Er hilft ihr beim Deutschlernen und bei der Integration in den Alltag.

Am Bürgerfest-Wochenende konnte er gleich mal vorfühlen, mit wem er es an seinem künftigen Arbeitsplatz zu tun haben wird. Bürgermeister Alain Levy, Léna Bury vom Auslandsamt oder Ulrike Maronnie, die die Aktivitäten mit Weiden koordiniert. "Alles interessante Leute."

Philipp wird im 13. Arrondissement von Paris in einem "Maison des Volontairs" wohnen, einem Gästehaus, in dem etliche junge Leute aller Herren Länder eine Bleibe haben, die aus ähnlichen Gründen wie der junge Weidener an der Seine sind. Von dort aus hat er eine halbe Stunde mit der U-Bahn zum Job nach Issy. Was er dort so tut, wird er einmal im Monat Susanne Hirmer und Petra Vorsatz vom Kulturamt berichten. Konkretere Vorstellungen hat der sportbegeisterte Student bereits von der Freizeitgestaltung. Er will sich die French Open, den Formel-1-Grand-Prix und einige Fußballspiele nicht entgehen lassen. "Vielleicht kaufe ich mir gleich ein Trikot von Paris St. Germain."




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