Vor einer Woche noch spielten talentierte Musiker aus der Region auf Einladung von Albert Dotzler eine Jazz-Session. Am Samstagabend stand im gut besuchten „Bistrot Paris“ einmal mehr hochkarätiger Jazz auf dem Programm. Mit dem „Lorenzo Petrocca Organ Trio“ gastierte eine Formation, die traditionellen Mainstream-Jazz mit italienischem Temperament, musikalischer Raffinesse und großer Spielfreude verbindet.
Dafür steht der Gitarrist Lorenzo Petrocca, der ursprünglich aus Italien stammt und heute in Stuttgart lebt. Mit seinem unverwechselbaren Stil hat er sich längst einen Namen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gemacht. Als Sideman arbeitete er mit renommierten Größen der internationalen Jazzszene zusammen, darunter Monty Alexander, Herb Ellis, Ack van Rooyen und Scott Hamilton. Darüber hinaus veröffentlichte er als Bandleader bereits 17 CDs mit eigenen Formationen. Sein aktuelles Album wurde zudem für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
In der Weidener Jazz-Domäne präsentierte sich Petrocca mit Thomas Bauer an der Orgel und Lars Binder am Schlagzeug. Als klassisches Orgeltrio knüpft die Formation an die große Tradition von Jazzlegenden wie Wes Montgomery, Melvin Rhyne und Jimmy Smith an. Gitarre, Hammond-Orgel und Schlagzeug bilden dabei eine Klangkombination, die gleichermaßen für swingende Leichtigkeit, bluesige Wärme und mitreißende Dynamik steht.
„Birks Works“, „Will You Still Be Mine“, „Midnight Blue“: Das musikalische Repertoire spannte einen Bogen über den Mainstream-Jazz und das „Great American Songbook“. Bekannte Jazzstandards erhielten durch die drei Musiker eine eigene Handschrift. Raffinierte Arrangements und ausgefeilte musikalische Dialoge sorgten für Abwechslung, während auch eigene Kompositionen ihren Platz fanden. Eine besondere Note brachten Bearbeitungen von Liedern aus Petroccas italienischer Heimat ins Programm. So verband sich die amerikanische Jazztradition mit südländischem Flair.
Gerade die Besetzung als Trio eröffnet viel Raum für spontanes Zusammenspiel und individuelle solistische Akzente. Petroccas Gitarrenspiel, die harmonische Fülle der doch eher selten gehörten Hammond-Leslie-Orgel und das rhythmische Fundament des Schlagzeugs greifen ineinander und verleihen der Musik ihren charakteristischen Klang.
Mit dem Auftritt des Trios setzte die Jazzreihe im „Bistrot Paris“ ihre abwechslungsreiche Folge musikalischer Begegnungen fort. Am 7. November geht es weiter mit dem Sonderkonzert „Miles & Centenniel feat. Joe Magnarelli & Kirk Mac Donald“.













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