Die Gruppe um Christian Deglmann organisierte sich gerade schnell noch eine Runde Getränke, dann dimmte die Beleuchtung runter. Dichter Bühnennebel, Lichtschwaden. Die Monumentalfilm-Hymne und ein Hauch von Celentano-„Azzurro“ allein genügten, um die Richtung für den Abend eindeutig zu definieren: Es würde wohl italienisch werden im „Werk 2“.
„Il dolci Signori“ gelten als die bekanntesten Vertreter des Italo-Pops hierzulande. Tausende tanzten bereits bei den Sommerserenaden zu ihrer Musik. Und noch mehr bei ihren ausgedehnten Tourneen zwischen Nordsee und Adria. Am Freitagabend rockte das Sextett mit einstündiger Verspätung den Disco-Dancefloor an der Regensburger Straße bis in die Mitternachtsstunde hinein. Kein alltäglicher Ausflug.
Erst Keyboard, Percussion, Schlagzeug. Dann kam Richie Necker und inszenierte den Auftritt der beiden anderen Fixpunkte vorne an der Bühnenkante: Gitarrist Gianni Carrera und den „Kleinen“, Sänger Rocky Verardo, den Liebling des weiblichen Publikums mit Wahnsinns-Stimme. Zum Auftakt: „Buena Dominica“ in B-Dur. Schnell wurde es ziemlich eng vor der Bühne.
Der Frontmann gab sich voller Gefühle seinen Liedern hin. „Gente di Mare“, „L’Americano“, „Tarantella“. Eine treffsichere Programmauswahl. Das Gastspiel war ein unterhaltsamer, poppiger, in vielerlei Hinsicht auch emotionaler Abend. Musica, Passione, Emozione. Das Weidener Ausgehpublikum hatte sichtlich Spaß an dieser kunterbunten, professionell vorgetragenen Italo-Hit-Herrlichkeit.
Der Beutezug setzte sich fort. „Il dolci Signori“ plünderten hemmungslos die italienische Hit-Kiste. „Volare“, „Che sara“ und „Gloria“. „Charmant, lässig und publikumsnah gaben sich die Musiker. Zum Teil sogar clownesk. Mamma Maria“, war das gut.




















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