24.03.2019 - 16:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jäger sollen mehr Rehe erlegen

Wildschweinschäden und Verbiss beschäftigen die Frauenrichter Jagdgenossen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft im Gasthaus „Zum Durber“ deutlich.

Die neue Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft und Ehrengäste (von links): Jagdpächter Peter Baldauf, Beisitzer Michael Weismeier, Kassenführer Karl Bäumler, Vorsitzender Matthias Gollwitzer, Schriftführer Markus Pausch, Kassenprüfer Fritz Pschierer und Sigrid Strobel, stellvertretender Vorsitzender Rudolf Kummer, Jagdpächter Dieter Kneidl, Ordnungsamtsleiter Reinhold Gailer sowie Hans Trottmann und Herbert Burger von der Unteren Jagdbehörde.
von FSBProfil

Vorsitzender Matthias Gollwitzer berichtete, ihm sei nach der Aufnahme des Verbissgutachtens in der Weiding im Februar das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung zugesandt worden. Die Empfehlung lautete, den Abschuss von Schalenwild zu erhöhen. Im Jagdrevier waren Wildschweine in Latsch und Halmersricht aktiv. Mehr Rehwild als bisher fiel dem Straßenverkehr zum Opfer. Die Jagdpacht wird wie alle Jahre ausbezahlt.

Ordnungsamtleiter Reinhold Gailer sprach in einem Kurzreferat aktuelle Entwicklungen an. Bei der Afrikanischen Schweinepest gebe es in Tschechien keine neuen Fälle. Im vergangenen Jagdjahr seien in Bayern mit 95 000 Wildschweinen so viele wie noch nie erlegt worden. Diese ansteigende Tendenz lasse sich auch in Weiden erkennen, wo in Muglhof über 20 Tiere geschossen wurden. Die bakterielle Krankheit Hasenpest sei – anders als in Raum Schwandorf – in Weiden bisher nicht aufgetreten.

Weiden gehört vier verschiedenen Hegegemeinschaften an. In allen sei mittlerweile der Verbiss zu hoch, so dass laut Gutachten eine Erhöhung der Abschussraten von Rehwild notwendig ist. Während der Verbiss von Nadelbäumen kein Problem mehr sei, würden Eiche und Birke extrem verbissen.

Jagdberater Herbert Burger berichtete zum Thema „ausgemähte Rehkitze“ dass neben den teuren Drohnen (Kosten bis 10 000 Euro, zusätzlich mehr als 5000 Euro für die Wärmebildkamera) auch die finanziell interessanteren optischen und akustischen Scheuchen in Einsatz kommen können. Sie würden schon in Muglhof praktiziert. Ein Gerät decke etwa drei Hektar Fläche ab.

Dieter Kneidl, Jagdpächter zusammen mit Peter Baldauf, berichtete, das Zeitfenster, in dem Wild aus dem Wald trete, werde immer kleiner und der geplante Abschuss sei deshalb kaum zu schaffen. Dazu trugen der Herbststurm und der folgende große Lärm bei der Baumbeseitigung mit bei. Kneidl kritisierte besonders die Unvernunft mancher Hundebesitzer, ihre Tiere im Jagdrevier nicht anzuleinen.

Neuwahlen:

Im Amt blieben bei der Jagdgenossenschaft Frauenricht Matthias Gollwitzer als Vorsitzender, Rudolf Kummer als stellvertretender Jagdvorstand, Christian Beierl und Michael Weismeier als Beisitzer, Markus Pausch als Schriftführer und Karl Bäumler als Kassenführer. Neu gewählt wurden als 1. Rechnungsprüfer Jürgen Pschierer und als 2. Rechnungsprüfer Sigrid Strobel.

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