Weiden in der Oberpfalz
17.10.2026 - 13:08 Uhr

Jazz-Session im Weidener Bistrot Paris begeistert mit Improvisation und Talent

Zweimal im Jahr lädt der Weidener Jazz-Zirkel zur Session ein. Im gut gefüllten „Bistrot Paris“ in Weiden trafen sich am Freitagabend wieder Musiker unterschiedlichen Alters, um gemeinsam Jazz zu spielen.

Zweimal im Jahr treffen sich im „Bistrot Paris“ in Weiden Musiker unterschiedlichen Alters, um gemeinsam Jazz zu spielen. Bild: Helmut Kunz
Zweimal im Jahr treffen sich im „Bistrot Paris“ in Weiden Musiker unterschiedlichen Alters, um gemeinsam Jazz zu spielen.

Es gibt Abende, an denen nicht feststeht, was als Nächstes kommt. Die Jazz-Session des Weidener Jazz-Zirkels ist so ein Abend. Am Freitag war das „Bistrot Paris“, in dem der Jazz-Zirkel seit vielen Jahren seine Konzerte veranstaltet, wieder gut gefüllt. Auf der Bühne begegneten sich Musiker, die eines verbindet: nämlich die Begeisterung für den Jazz und die Lust, musikalisch Neues auszuprobieren.

Die Session findet zweimal im Jahr statt und markiert jeweils die Halbzeit der beiden Konzertsaisons. Anders als bei einem regulären Konzert steht dabei kein festgelegtes Programm im Vordergrund. Vielmehr entstehen die Besetzungen spontan. Bekannte Standards, insbesondere aus dem Great American Songbook, bilden häufig die Grundlage. Was daraus wird, entwickelt sich im Zusammenspiel: Melodien werden aufgegriffen, Harmonien ausgelotet, Rhythmen verändert und Soli gewagt. So wird jeder Titel zu einer musikalischen Begegnung mit offenem Ausgang.

Hinter dem Format steht Albert Dotzler, der die Sessions leitet und sich zugleich tatkräftig für den Weidener Jazz-Zirkel engagiert. Ihm geht es darum, Musikern einen Raum zu bieten, in dem sie sich ausprobieren, voneinander lernen und ihre Ideen miteinander teilen können. Dabei treffen erfahrene Jazzmusiker auf junge Talente, ambitionierte Amateure auf Profis. Hier zählt nicht allein die technische Perfektion, sondern vor allem das Zuhören, Reagieren und gemeinsame Entwickeln einer musikalischen Idee.

Gerade diese Offenheit macht den besonderen Reiz einer Session aus. Niemand muss ein fertiges Konzertprogramm präsentieren. Wer mitspielen möchte, kann sich einbringen, auf andere Musiker eingehen und auch einmal musikalisches Neuland betreten. Die Bühne wird zum Experimentierfeld, auf dem aus einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang entsteht.

Mit dabei war auch Thomas Stock am Schlagzeug. Er ist beim Jazz-Zirkel für die Organisation der jährlichen Jazz-Seminare zuständig und trägt damit ebenfalls dazu bei, die musikalische Arbeit und den Austausch innerhalb der Szene zu fördern. Die Session zeigte einmal mehr, was den Jazz-Zirkel ausmacht: Er bringt Musiker und Publikum zusammen und hält die Weidener Jazz-Szene lebendig.

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