Weiden in der Oberpfalz
02.07.2026 - 08:16 Uhr

Johnny Gold schunkelt die Sommerserenade in Weiden

Trotz dunkler Wolken wurde der Mittwochabend im Max-Reger-Park zu einem sonnigen Schlagerfest. Mit Charme und Gitarre verwandelte Johnny Gold die Sommerserenaden in eine Schlagermusik-Party. Irgendwo zwischen Peter Maffay und Jürgen Drews.

Jonny Gold begeistert vor allem seine weiblichen Fans. Bild: Helmut Kunz
Jonny Gold begeistert vor allem seine weiblichen Fans.

Als sich am frühen Abend beim Bühnenaufbau noch dicke Regenwolken über dem Max-Reger-Park in Weiden zusammengezogen hatten, schauten die Verantwortlichen sorgenvoll zum Himmel. Doch Johnny Gold dürfte sich gedacht haben: Ein bisschen Regen hat noch keinen Schlager aufgehalten. Und tatsächlich: Pünktlich zum Konzert konnten rund 1000 Besucher einen unterhaltsamen Abend genießen.

Schon vor dem ersten Ton war klar: Hier ging es nicht bierernst zu. Plastikblumenkränze wurden verkauft. Am Cocktailstand der beiden Konzert-Paten Ladies' Circle 66 und Agora Club Tangent 66 wurde angestoßen. Seifenblasen schwebten durch die Luft und die Vorfreude war fast so groß wie die Geschichten, die Johnny Gold zwischen seinen Liedern auftischte.

Schillernde Bühnenfigur

Hinter der schillernden Bühnenfigur steckte ein Musiker, der sein Handwerk verstand. Nur mit Gitarre bewaffnet, nahm Johnny Gold sein Publikum mit auf eine Reise durch die großen Schlager- und Popklassiker. Mal erklang ein Lied von Peter Maffay, dann eine Nummer von Jürgen Drews. „Rote Lippen soll man küssen“ durfte ebenso wenig fehlen wie „Ein Bett im Kornfeld“ oder „Ich war noch niemals in New York“. Selbst „Purple Rain“ und „Angel“ fanden ihren Platz im Programm.

Besonders stark war Johnny Gold immer dann, wenn er spontan auf Zwischenrufe aus dem Publikum einging. Song-Wünsche wurden kurzerhand erfüllt und mit viel Selbstironie serviert. Das weibliche Publikum quittierte die großen Gesten mit Jauchzern. Alles natürlich nur gespielt. Die Männer tanzten.

Aus dem zunächst verregneten Abend wurde ein lauer Sommerabend voller guter Laune, Erinnerungen und Ohrwürmer. Johnny Gold bewies, dass es für beste Unterhaltung weder eine große Band noch eine aufwendige Bühnentechnik braucht. Eine Gitarre, eine markante Stimme und eine Portion Humor reichen völlig aus, um den Serenaden-Park für zwei Stunden in eine fröhliche Schlagerarena zu verwandeln.

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