27.03.2019 - 16:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jugendkunstschule: Ohne Förderung der Stadt kein Geld vom Freistaat

Der Landkreis hat bereits 14 000 Euro für die Jugendkunstschule Kalmreuth bewilligt. Die Entscheidung der Stadt Weiden steht noch aus. Dann wäre auch die Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden gesichert.

Bis 700 Kinder- und Jugendliche besuchen im Jahr die Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Oder zumindest auf einem sehr guten Weg dorthin. Denn für langfristige Sicherheit wäre auch eine Förderung durch den Freistaat nötig. Irene Fritz will sich darum bemühen. Doch die Sache eilt, der Antrag muss bald eingereicht werden.

Bürgermeister Lothar Höher regte deshalb als Sitzungsleiter im Kultur- und Tourismusbeirat an, im Finanzausschuss Anfang April einen Dringlichkeitsantrag einzubringen. Die Empfehlung lautet, der Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden eine jährliche Förderung von 14 000 Euro zu gewähren. Dafür hatten sich die Beiratsmitglieder in der Sitzung am Dienstag einmütig ausgesprochen.

Den Hintergrund erläuterte Irene Fritz als Gründerin und Leiterin der beiden Jugendkunstschulen: 700 Teilnehmer verzeichnet allein die Jugendkunstschule im Kunstbau Weiden pro Jahr. Etwa 300 Stunden werden jährlich angeboten, dazu kommen 30 regelmäßige Angebote, wie zum Beispiel die "Schule der Phantasie" und die Angebote im Bereich Museumspädagogik. "Ein sehr wichtiges Standbein."

"Verwaltungs-, Büro- und Leitungsarbeit sind unbezahlt", machte die Kunstpädagogin klar. Mittelaquise, das Ausfüllen von Förderanträgen und weitere Arbeiten seien für sie eigentlich kaum zu bewältigen. Dadurch sei der Fortbestand der Einrichtung auf lange Sicht gefährdet. Der Landesverband der Jugendkunstschulen bietet nun vier bis fünf Einrichtungen in Bayern die Möglichkeit, in den Genuss einer institutionellen Landesförderung zu kommen. Darauf hofft Irene Fritz. Voraussetzung sei jedoch, dass die betroffene Kommune Fördermittel in Höhe von 40 Prozent der Kosten gewährt und ein Eigenanteil von 40 Prozent aufgebracht werde. Der Freistaat schießt dann 20 Prozent zu.

Fritz machte folgende Rechnung auf: Sie bezifferte den Haushaltsansatz 2020 - erstmals mit einer Halbtagsstelle - auf 35 000 Euro. Bei einem Eigenanteil von 14 000 Euro und einem Zuschuss der Stadt in gleicher Höhe würden vom Freistaat 7000 Euro fließen. Die Modellphase beginnt 2020 und läuft drei Jahre lang. Um die Auswahlkriterien zu erfüllen, werde für die Jugendkunstschulen demnächst ein gemeinnütziger Verein gegründet. Zur Qualitätssicherung wird das Projekt von der Universität Augsburg begleitet.

Irene Fritz leistet mit den Jugendkunstschulen eine wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche. Darüber waren sich alle Mitglieder des Gremiums einig. Sie empfahlen deshalb einmütig, dass der Finanzausschuss die erforderlichen 14 000 Euro Fördermittel bewilligen soll.

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